Brandstiftung bei Waldbränden: Anwohner ertappen einen weiteren Verdächtigen!

Während der Kampf gegen die Waldbrände auf der Strecke Orhaneli-Harmancık andauert, haben Anwohner einen weiteren Brandstifter auf frischer Tat ertappt. Der Verdächtige konnte jedoch entkommen. Erst gestern war bekannt geworden, dass ein aus der Armee entlassener FETÖ-Anhänger einen Wald in Brand gesteckt hatte.

12punto

Bei den Waldbränden, die seit einigen Tagen zwischen den Bezirken Orhaneli und Harmancık in Bursa wüten, erhärtet sich der Verdacht auf Sabotage. Insbesondere ein Vorfall in der Nähe des Ortsteils Çakmak im Bezirk Harmancık hat die Vermutung aufkommen lassen, dass die Brände nicht natürlichen Ursprungs sind, sondern vorsätzlich gelegt wurden.

BÜRGER ERTAPPEN TÄTER, BRANDSTIFTER FLÜCHTET

Auf Aufnahmen, die während der Löscharbeiten mit einem Mobiltelefon gemacht wurden, ist zu sehen, wie eine Person auf der gegenüberliegenden Straßenseite versucht, ein Gebüsch in Brand zu setzen. Anwohner und Gendarmerieeinheiten, die auf die Situation aufmerksam wurden, begaben sich umgehend in den Bereich, in dem sich der Verdächtige aufhielt. Die Person ergriff jedoch die Flucht. Trotz einer kurzen Verfolgungsjagd konnte der Verdächtige entkommen.

Die Sicherheitskräfte haben eine umfassende Untersuchung eingeleitet, um die Identität der flüchtigen Person zu ermitteln. Es wird geprüft, ob der Verdächtige in direktem Zusammenhang mit dem Brand steht, welche Verbindungen er zur lokalen Bevölkerung hat, wie seine Vergangenheit aussieht und ob er in weitere Sabotageakte verwickelt ist.

Zudem wurden vier Personen festgenommen, die durch das Abfeuern von Feuerwerkskörpern einen Waldbrand verursacht hatten.

AUS DER ARMEE ENTLASSENER FETÖ-ANGEHÖRIGER ALS BRANDSTIFTER ÜBERFÜHRT

In Bursa, wo die Waldbrände andauern, war bereits gestern (28. Juli) ein weiterer Fall von Brandstiftung bekannt geworden. Es wurde bekannt, dass eine Person namens Ufuk A., die aufgrund von FETÖ-Verbindungen aus den Türkischen Streitkräften entlassen worden war, vorsätzlich einen Waldbrand gelegt hatte. Nach seiner Festnahme soll er gestanden haben, die Tat begangen zu haben, „weil er eine lebenslange Haftstrafe erhalten wollte“.

Aufnahmen von Überwachungskameras, die Ufuk A. vor einiger Zeit beim Kauf von Benzin an einer Tankstelle zeigen, wurden ebenfalls als Beweismittel in die Ermittlungsakte aufgenommen.

ENTSCHEIDUNG ÜBER „UVP NICHT ERFORDERLICH“

Unterdessen hat die Entscheidung, dass für ein geplantes Kalksteinbruchprojekt in dem betroffenen Gebiet kein „UVP-Bericht (Umweltverträglichkeitsprüfung) erforderlich“ sei, in der Öffentlichkeit für Diskussionen gesorgt. Die Opposition äußerte die Vermutung, dass die aufeinanderfolgenden Brände in der Region nach dieser Entscheidung mit einem Szenario der „gezielten Räumung von Waldflächen“ zusammenhängen könnten.