Dürregefahr am Tuz Gölü: Erstmals keine Salzernte möglich

Der Tuz Gölü, der zweitgrößte See der Türkei, schrumpft aufgrund der anhaltenden Dürre von Tag zu Tag. Der Wasserstand des Sees ist in den letzten 35 Jahren um 90 Prozent gesunken; in diesem Jahr konnte erstmals keine Salzernte durchgeführt werden.

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Der Tuz Gölü, der den Salzbedarf der Türkei deckt und als Paradies für Flamingos bekannt ist, steht aufgrund der in den letzten Jahren zunehmenden Dürre unter einer großen Bedrohung. 

Der See ist durch die Auswirkungen der Dürre kilometerweit zurückgegangen, und es kam zu einem gravierenden Rückgang des Wasserstandes. Am Tuz Gölü, der in den letzten 35 Jahren um 90 Prozent ausgetrocknet ist, konnte in diesem Jahr erstmals keine Salzernte stattfinden. Die Wasserfläche, die vor einem Vierteljahrhundert noch 92.000 Hektar umfasste, ist mittlerweile auf nur noch 9.000 Hektar geschrumpft.

Die Dürre hat nicht nur den Wasserstand, sondern auch die Salzmenge im See negativ beeinflusst. Neben dem sinkenden Wasserstand sind auch die hunderten Vogelarten, die im See beheimatet sind, von dieser Situation betroffen. 

Da viele Vogelarten aufgrund der schwindenden Wasserressourcen das Gebiet verlassen, nimmt auch die Zahl anderer dort lebender Tierarten stetig ab. Der Tuz Gölü ist sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich von kritischer Bedeutung, und es wird erwartet, dass sich die Lage weiter verschlechtert, sofern keine dringenden Maßnahmen ergriffen werden.