Guterres fordert KI-Unternehmen auf: Legen Sie Ihre Umweltkosten offen
UN-Generalsekretär António Guterres hat KI-Unternehmen dazu aufgefordert, Daten zu ihrem Kohlenstoff-, Wasser- und Landverbrauch öffentlich zugänglich zu machen.
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UN-Generalsekretär António Guterres hat die KI-Branche zu mehr Transparenz hinsichtlich ihrer Umweltauswirkungen aufgerufen. Während der London Climate Action Week erklärte Guterres, dass Unternehmen die durch ihre Aktivitäten verursachte Kohlenstoffbelastung, ihren Wasserverbrauch und ihre Landnutzung transparent berichten müssten.
Guterres betonte, dass die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen sowohl die Klimakrise als auch Probleme der Energiesicherheit verschärfe, und fügte hinzu: „Das Klimachaos beschleunigt sich direkt vor unseren Augen.“ Der UN-Generalsekretär unterstrich, dass Energiekrise die Anfälligkeit der auf Kohlenwasserstoffen basierenden Systeme offenbare.
Mit seinem Vorschlag für eine „Initiative für ökologische Transparenz bei Künstlicher Intelligenz“ forderte Guterres, die Umweltbelastung durch die schnell wachsende KI-Infrastruktur zu messen und offenzulegen. „Keine versteckten Kosten mehr. Keine Abwälzung der Lasten mehr auf diejenigen, die sie am wenigsten tragen können. Es ist Zeit für Offenheit“, sagte er.
DER ENERGIEHUNGER VON RECHENZENTREN WÄCHST
Laut einer in diesem Monat veröffentlichten UN-Studie verbrauchten Rechenzentren im Jahr 2025 so viel Strom, dass sie nur hinter zehn Ländern weltweit zurückblieben. Die Studie prognostiziert, dass diese Anlagen bis 2030 bei ihrem Stromverbrauch nur noch hinter fünf Ländern liegen werden.
In der Untersuchung wurde darauf hingewiesen, dass sich der mit KI verbundene Wasserverbrauch, Energieverbrauch und die Umweltbelastung innerhalb von vier Jahren verdoppeln könnten. Es wurde festgehalten, dass Rechenzentren, die KI unterstützen, im Jahr 2025 etwa 1,5 Prozent des weltweiten Stromverbrauchs ausmachten und dieser Anteil bis 2030 auf fast 3 Prozent steigen könnte.
Guterres forderte Unternehmen dazu auf, sich zu verpflichten, ihre Rechenzentren bis 2030 mit Strom aus erneuerbaren Quellen wie Wind- und Solarenergie zu betreiben. Daten der Internationalen Energieagentur zufolge stammen heute etwa 30 Prozent des von Rechenzentren verbrauchten Stroms aus Kohle, 27 Prozent aus erneuerbaren Quellen, 26 Prozent aus Erdgas und 15 Prozent aus Kernenergie.
Der UN-Generalsekretär wies auch auf das Potenzial von KI hin, die Energieeffizienz zu steigern und Emissionen zu senken. Er betonte jedoch, dass dieses Potenzial nur dann mit den Klimazielen in Einklang gebracht werden könne, wenn die Hauptemittenten schnell handelten und die Länder ihre Verpflichtungen im Rahmen des Pariser Klimaabkommens verstärkten.