Der 'Wasserplan' der İSKİ für die europäische Seite steht fest: Integration in das Istranca-System geplant
Der Generaldirektor der İSKİ, Şafak Başa, erklärte, dass zwei Drittel der Istanbuler Bevölkerung auf der europäischen Seite leben, dort jedoch nur ein Drittel der Wasserressourcen zur Verfügung steht, und erläuterte den für die Wasserversorgung der europäischen Seite erstellten 'Masterplan'.
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İSKİ-Daten zufolge wurde die Füllstandsrate der Staudämme in Istanbul in den letzten 14 Tagen mit 16,18 Prozent angegeben.
Der Generaldirektor der İSKİ, Şafak Başa, sprach gegenüber Fatma Aksu von der Zeitung Hürriyet über die Pläne zur Lösung der Wasserproblematik in Istanbul.
Başa erklärte, dass Wasser von der asiatischen auf die europäische Seite Istanbuls transportiert werde, und erläuterte den "Masterplan". Dem Masterplan zufolge soll der Mutlu Dere (Mutludere), auch bekannt als Rezve Deresi, genutzt werden.
"INTEGRATION IN DAS ISTRANCA-SYSTEM GEPLANT"
Unter Berücksichtigung des bis zum Jahr 2053 wachsenden Bevölkerungszuwachses in Istanbul schlage man den Mutlu Dere, der die Grenze zwischen Bulgarien und der Türkei bildet, als Wasserquelle vor, so Şafak Başa:
“Zwei Drittel der Istanbuler Bevölkerung leben auf der europäischen Seite, dort befinden sich jedoch nur ein Drittel der Wasserressourcen. Auf der europäischen Seite erleben wir seit zwei Jahren eine außergewöhnliche Dürreperiode, und der Füllstand unserer Staudämme ist sehr niedrig. Um dieses Defizit auszugleichen, transferieren wir täglich Wasser, das wir aus Melen beziehen, von der asiatischen auf die europäische Seite. Die europäische Seite verbraucht täglich etwa 2 Millionen Kubikmeter Wasser. Davon transferieren wir 1,4 Millionen aus Asien. Der Mutlu Dere liegt an der bulgarischen Grenze, aber 20 Prozent seines Einzugsgebiets liegen in Bulgarien und 80 Prozent auf türkischer Seite. Er mündet beim Dorf Beğendik in Kırklareli in das Schwarze Meer und ist ein Gewässer, das bisher niemand nutzt. Das Vorhaben besteht darin, das Wasser an einem Punkt nahe der Küste zu entnehmen und in das Istranca-System zu integrieren.”
Im Rahmen des Projekts soll das aus dem Mutlu Dere entnommene Wasser über eine Gesamtstrecke von 90 Kilometern transportiert werden, wovon 15 Kilometer durch Tunnel verlaufen.
"NEUER STAUDAMM GEPLANT"
Unser Masterplan sieht zudem den Bau des Karacaköy-Staudamms vor. Da die staatliche Wasserbehörde DSİ hierfür zuständig ist, hat die İSKİ einen Antrag bezüglich der Wasserzuteilungsbefugnis und einer Zusammenarbeit mit der DSİ gestellt. Sie forderten einige zusätzliche Berichte an. Diese haben wir der DSİ übermittelt. Das Projekt wurde bereits vor Jahren versucht und sogar ausgeschrieben. Es wurde jedoch später storniert, als die Dürregefahr abnahm. Unserer Ansicht nach ist es möglich, das Wasser durch einen unterirdischen Tunnel, der ohne Schäden an der Natur errichtet wird, als Unterstützung für Terkos zu leiten. Das Projekt befindet sich derzeit in der Machbarkeitsphase.”