Küsten werden eingezäunt: Die Bevölkerung sehnt sich nach ihrem eigenen Meer! Küsten und Buchten werden geplündert

Überall in der Türkei werden Buchten aufgrund von Gesetzeslücken und umstrittenen Ausschreibungen eine nach der anderen für die Öffentlichkeit gesperrt. Obwohl der Grundsatz „Die Küsten gehören allen“ auf dem Papier besteht, sehen sich die Bürger in der Praxis mit hohen Eintrittspreisen und Barrieren konfrontiert.

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Gemäß Artikel 43 der Verfassung: „Die Küsten stehen unter der Hoheit und Verwaltung des Staates. Bei der Nutzung der Küsten von Meeren, Seen und Flüssen sowie der Küstenstreifen, die die Meere und Seen umgeben, ist vorrangig das öffentliche Interesse zu wahren.“ Dennoch ebnen einige Flexibilitäten im Küstengesetz und Entscheidungen, die unter dem Deckmantel der „Tourismusförderung“ getroffen werden, den Weg für die Übertragung von Küsten an private Unternehmen. Die Bevölkerung fragt: Wo bleibt hier das öffentliche Interesse?

WO BLEIBT DER KONTROLLMECHANISMUS?

Die Bebauungs- und Betriebsgenehmigungen an den Küsten liegen in der Verantwortung des Ministeriums für Umwelt, Urbanisierung und Klimawandel sowie der lokalen Verwaltungen. Doch die unkontrolliert in die Höhe schießenden Betonbauten und die direkt am Meer errichteten Stege werfen die Fragen auf: „Wer hat das genehmigt?“ und „Wer kontrolliert das?“. Oftmals kommen illegale Bauten erst nach heftigen Protesten aus der Bevölkerung zur Sprache.

Die Bewirtschaftung der Küsten durch die Kommunen für die Öffentlichkeit bedeutet einen gemeinnützigen und zugänglichen Service. Doch in den letzten Jahren hat die Übertragung der Küstenverwaltungsbefugnisse von den lokalen Verwaltungen auf die Zentralverwaltung oder auf Strukturen mit Stiftungs- bzw. Unternehmensbeteiligungen (wie MUÇEV usw.) die Kommerzialisierung der Strände beschleunigt.

KOSTENLOSE STRÄNDE WERDEN SYSTEMATISCH ZERSTÖRT 

Kostenlose öffentliche Strände werden unter dem Versprechen von „Modernisierung“ oder „Steigerung der Servicequalität“ an private Unternehmen vermietet. Das Ergebnis bleibt jedoch gleich:

Eintrittspreise: „Liegengebühren“, die astronomische Summen erreichen.

Servicezwang: Verbot, eigene Speisen und Getränke mitzubringen.

Physische Hindernisse: Aufschüttung von Felsen, Verschließen von Toren.