Plastikmüll aus Deutschland und Großbritannien macht die Türkei zur Müllhalde
Die riesigen Mengen an Plastikmüll aus Deutschland und dem Vereinigten Königreich verschärfen die Umweltprobleme der Türkei in den letzten Jahren zunehmend.
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Im Jahr 2025 überstieg die Menge des aus Deutschland ins Ausland exportierten Plastikmülls 810.000 Tonnen, womit Deutschland in diesem Bereich weltweit den ersten Platz belegt. Das Vereinigte Königreich folgte mit 675.000 Tonnen auf dem zweiten Platz. Ein erheblicher Teil dieses in Europa anfallenden Plastikmülls gelangt in die Türkei. Auch Malaysia und Indonesien gehören zu den Ländern, in die Europas Plastikabfälle häufig exportiert werden.
Experten weisen darauf hin, dass die Umleitung der in Europa anfallenden Kunststoffe in die Türkei zur Lagerung und zum Recycling verschiedene Probleme verursacht. Risiken wie die unsachgemäße Verarbeitung der Abfälle, die illegale Entsorgung und die Verletzung von Arbeitnehmerrechten nehmen auch in der Türkei zu und zeichnen ein alarmierendes Bild für die Umwelt und die menschliche Gesundheit.
Die Türkei produziert jährlich etwa 3,3 Millionen Tonnen Plastikmüll und sieht sich mit einer Last konfrontiert, die weit über ihrer derzeitigen Recyclingkapazität liegt. Die zusätzliche Abfallmenge aus europäischen Ländern erhöht den Druck auf das bestehende System weiter.
Die EU plant, ab 2026 den Export von Plastikmüll in Länder zu verbieten, die nicht Mitglied der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sind. Experten betonen jedoch, dass sie die Sorge haben, dass die Türkei unter den Ländern, in die die Abfälle innerhalb der EU umgeleitet werden könnten, eine führende Rolle einnehmen könnte. Die hohen Abfallexporte aus Deutschland und Großbritannien machen die Türkei zu einem der Länder, das weltweit am meisten Plastikmüll aus Europa aufnimmt.