Quarzmine im Kaz-Gebirge geplant: Die Zerstörung nimmt kein Ende! Ministerium hatte UVP-Verfahren zuvor beendet...

Es wurde bekannt, dass Park Teknik, ein Unternehmen der Ciner-Gruppe, beim Ministerium für Umwelt, Urbanisierung und Klimawandel die Eröffnung eines „Quarzbergwerks“ im Kaz-Gebirge beantragt hat und die Entscheidung „UVP nicht erforderlich“ erteilt wurde. In dem Gebiet, in dem das Bergwerk errichtet werden soll, befinden sich ein Schutzgebiet sowie eine archäologische Stätte ersten Grades.

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Cengiz Holding, Eczacıbaşı, Koza Altın, Nurol Holding – eine weitere der größten Kapitalgruppen des Landes hat mit Arbeiten begonnen, um im Kaz-Gebirge Bergbau zu betreiben.

Wie Aycan Karadağ von BirGün berichtet; hat Park Teknik Elektrik Madencilik beim Ministerium für Umwelt, Urbanisierung und Klimawandel die Eröffnung eines „Quarzbergwerks“ im Dorf Yukarışapçı in Bayramiç beantragt. Das Ministerium erteilte für das Projekt die Entscheidung, dass eine „Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) nicht erforderlich“ sei. 

GEBIET UMFASST ARCHÄOLOGISCHE STÄTTE

Im Rahmen des Projekts sollen jährlich 5.500 Tonnen Material im Tagebauverfahren gefördert werden. Die Betriebsdauer des Bergwerks ist auf etwa 10 Jahre ausgelegt. Das Gebiet, in dem das Bergwerk errichtet werden soll, liegt innerhalb von Waldflächen. In einer Entfernung von 1,5 Kilometern befindet sich ein Schutzgebiet, in 1,2 Kilometern Entfernung liegt eine „archäologische Stätte ersten Grades“.

11 ARBEITER KAMEN UMS LEBEN

Zudem befindet sich in der Umgebung des Projektgebiets der Cazgılar-Stausee. Das Unternehmen Park Teknik Elektrik Madencilik hatte bereits zuvor beim Ministerium einen Antrag für dieses Projekt gestellt. Das Ministerium hatte das UVP-Verfahren jedoch mit einer Entscheidung vom 10. März dieses Jahres mit der Begründung beendet, dass „das Projekt aus gesetzlicher Sicht nicht geeignet sei“. Park Teknik war zuvor durch die Katastrophe im Kohlefeld Çöllolar in Afşin, Maraş, in die Schlagzeilen geraten. Auf dem von Park Teknik betriebenen Gelände kam es im Februar 2011 zu aufeinanderfolgenden Erdrutschen. Dabei verloren 11 Arbeiter ihr Leben. 

Das aufgrund der Erdrutsche nicht mehr betriebene Gelände wurde still und leise an den Staat übergeben. In einem von der TEMA-Stiftung erstellten Bericht über das Kaz-Gebirge wurde darauf hingewiesen, dass die Region förmlich von Bergbauprojekten eingekesselt sei. In dem Bericht wurde erklärt, dass 79 Prozent der 1.697.000 Hektar großen Fläche auf der Biga-Halbinsel und im Norden der Ägäis mit Bergbaulizenzen belegt seien.