Skandal zwei Tage vor der Begutachtung durch Sachverständige: Baumaschinen in der antiken Stadt Idyros

Im Nationalparkgebiet, in dem sich die antike Stadt Idyros im Bezirk Kemer in Antalya befindet, hat der Einsatz von Baumaschinen nur zwei Tage vor einer kritischen Begutachtung durch Sachverständige im Zusammenhang mit einem Hotelprojekt für Empörung gesorgt. Die Entwicklung in einem Gebiet, in dem bei Hunderten von Sondierungsbohrungen bereits archäologische Überreste freigelegt wurden, verstärkt die Sorgen um die Zukunft der antiken Stadt.

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In dem Gebiet innerhalb der Grenzen des Nationalparks, in dem sich auch die antike Stadt Idyros im Bezirk Kemer in Antalya befindet, wurden trotz eines bestehenden Bauverbots Baumaschinen eingesetzt. Diese Entwicklung, die nur zwei Tage vor der für Freitag geplanten Begutachtung durch Sachverständige im Rahmen des gegen das umstrittene Hotelprojekt angestrengten Gerichtsverfahrens stattfand, hat aufgrund der historischen und archäologischen Bedeutung des Gebiets große Besorgnis ausgelöst.

Die antike Stadt Idyros, die für die Geschichte von Kemer und Antalya von großer Bedeutung ist und deren Grenzen und Geheimnisse noch nicht vollständig erforscht sind, ist durch das Hotelprojekt bedroht. Ein Großteil der antiken Stadt, die als Ganzes geschützt werden sollte, wurde für den Hotelbau zugewiesen. Während der Kampf der Bürger gegen die zuständigen Ministerien vor Gericht ausgetragen wird, hat der Einsatz von Baumaschinen kurz vor der kritischen Begutachtung durch das Gericht für heftige Reaktionen gesorgt.

ÜBER 190 SONDERUNGEN FÜHRTEN ZU FUNDEN

In dem für den Hotelbau zugewiesenen Schutzgebiet wurden seit Februar letzten Jahres mehr als 190 Sondierungsgrabungen durch die Museumsleitung durchgeführt. Bei einigen dieser Grabungen wurden bedeutende archäologische Überreste aus der Antike entdeckt. Experten und Bürger, die das Gebiet beobachten, weisen darauf hin, dass sich die Funde insbesondere im Bereich zwischen dem historischen Bad und der römischen Brücke konzentrieren.

BÜRGER DOKUMENTIEREN FUNDE DORT, WO BEHÖRDEN "KEINE ÜBERRESTE" MELDETEN

Eine der auffälligsten Behauptungen in diesem Prozess betrifft das Verhalten der offiziellen Stellen. Es wird berichtet, dass die zuständigen Behörden Berichte erstellt haben, in denen es heißt, dass es in den oberen Teilen des zugewiesenen Geländes "keine Überreste" gebe. Bürger, die das Gebiet untersuchten, stießen jedoch auf Funde, die diese offiziellen Angaben widerlegen.

Zahlreiche archäologische Überreste, die von Bürgern entdeckt, fotografiert und dokumentiert wurden, befinden sich in unmittelbarer Nähe der Ertuğrul-Bastion (Ertuğrul Tabyası) in der Region.

"EINE GANZHEITLICHE UNTERSUCHUNG IST UNERLÄSSLICH"

Die Grenzen der antiken Stadt Idyros, die sich über die Buchten und Hänge innerhalb des Nationalparks erstreckt, sind noch immer nicht vollständig bekannt. Experten und Umweltaktivisten betonen, dass das Gebiet nicht stückweise Hotelprojekten geopfert werden darf, sondern dringend durch eine ganzheitliche archäologische Untersuchung unter Schutz gestellt werden muss.

Während die gerichtliche Begutachtung am Freitag von entscheidender Bedeutung für die Zukunft der antiken Stadt und des Nationalparks ist, wird die mögliche Zerstörung durch die auf das Gelände gebrachten Baumaschinen mit Sorge verfolgt.