Verbot von Einwegplastik steht bevor: Diese Produkte werden abgeschafft
In der Türkei wird eine umfassende Regelung für Einwegplastikprodukte vorbereitet. Mit der neuen Verordnung sollen viele Produkte wie Plastikgabeln, Teller, Strohhalme und Styroporbehälter verboten werden, um den umweltschädlichen Plastikverbrauch zu reduzieren.
12punto
In der Türkei steht eine neue Regelung zur Reduzierung von Plastikabfällen bevor. Der Entwurf der Verordnung, der im Einklang mit dem „Zero Waste“-Ansatz erstellt wurde, orientiert sich an den Vorschriften der Europäischen Union für Einwegkunststoffe, die 2019 in Kraft getreten sind. Es ist geplant, den Entwurf in den kommenden Tagen den öffentlichen Einrichtungen und Nichtregierungsorganisationen zur Stellungnahme vorzulegen.
Die Regelung, die noch in diesem Jahr in Kraft treten soll, zielt darauf ab, die Umweltauswirkungen durch die Einschränkung vieler im Alltag weit verbreiteter Plastikprodukte zu verringern.
DIE ERSTE VERBOTSLISTE: WELCHE PRODUKTE WERDEN ABGESCHAFFT?
Die vorbereitete Verordnung zielt auf Einwegkunststoffe ab, die in der Natur nur schwer abbaubar sind und einen erheblichen Teil der Meeresverschmutzung ausmachen. In der ersten Phase wird das Inverkehrbringen und die Verwendung bestimmter Produkte eingestellt.
Zu den Produkten, deren Verbot in diesem Rahmen geplant ist, gehören:
- Plastikgabeln, -messer, -löffel, Essstäbchen und Teller
- Lebensmittelbehälter und Getränkebecher aus Styropor (EPS)
- Wattestäbchen mit Plastikstiel
- Ballonstäbe und Strohhalme
- Getränkerührer, die vollständig aus Kunststoff bestehen
Die Behörden geben an, dass anstelle dieser Produkte umweltfreundliche Alternativen wie Glas, Porzellan, Holz oder Pappe gefördert werden sollen.
Von der neuen Regelung werden nicht nur ökologische Vorteile, sondern auch wirtschaftliche Gewinne erwartet. Laut Daten des Ministeriums werden sich bei Umsetzung der Maßnahme bedeutende Ergebnisse zeigen.
Zu den prognostizierten Auswirkungen zählen:
- Die Vermeidung von jährlich etwa 1,5 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent-Emissionen
- Einsparungen von jährlich etwa 1,5 Milliarden TL bei Abfallbewirtschaftungsprozessen
- Verringerung der Abhängigkeit von Importen bei Kunststoffrohstoffen
Öffentliche Meinungsumfragen zeigen, dass die gesellschaftliche Unterstützung für die Begrenzung von Einwegplastik groß ist. In einer gemeinsam mit dem TÜİK durchgeführten Studie wurde festgestellt, dass ein Großteil der Bürger diesen Schritt positiv bewertet.
Den Forschungsergebnissen zufolge:
- Unterstützen 77,6 % der Teilnehmer die Reduzierung von Einwegplastik.
- Finden 76,4 % die Einschränkung von Produkten wie Strohhalmen, Tellern und Gabeln nützlich.
- Durch die Einführung der Gebührenpflicht für Plastiktüten konnten seit 2019 3 Millionen Tonnen Abfall vermieden und 42 Milliarden TL eingespart werden.
WEITERE SCHRITTE GEPLANT
Die geplante Transformation wird sich nicht nur auf Küchenutensilien beschränken. Im weiteren Verlauf werden auch zusätzliche Maßnahmen für verschiedene Produktgruppen auf die Tagesordnung kommen.
In diesem Zusammenhang werden:
- Getränkebecher und Lebensmittelbehälter mit Kunststoffanteil
- Sämtliche Versandtaschen
- Zusätzliche Anwendungen wie Reduktionsziele und Warnhinweise für Produkte wie Feuchttücher und Reinigungstücher geprüft.