Waldbrandbilanz in Frankreich verschlechtert sich: Seit Jahresbeginn 116.000 Hektar Fläche in Schutt und Asche
Innenminister Laurent Nunez gab bekannt, dass landesweit 13.566 Brände ausgebrochen sind und das Feuer in der Gironde weiterhin nicht unter Kontrolle gebracht werden konnte.
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Frankreich steht im Jahr 2026 vor einer der schwersten Waldbrandsaisons seiner Geschichte. Innenminister Laurent Nunez gab bekannt, dass seit Jahresbeginn landesweit 13.566 Brände ausgebrochen sind und mehr als 116.000 Hektar Fläche verbrannt sind.
Laut Nunez' Erklärung gegenüber dem Sender France 2 entspricht die verbrannte Fläche etwa dem Elffachen der Größe des Pariser Stadtzentrums. Der Minister erinnerte daran, dass diese Zahl bereits die 70.000 Hektar übersteigt, die im Jahr 2022 – das als eine der größten Waldbrandsaisons Frankreichs in die Geschichte einging – über das gesamte Jahr hinweg verbrannten.
Die Brände, die in der vergangenen Woche im südwestlichen Département Gironde ausbrachen, bleiben eines der kritischsten Themen. Es wurde berichtet, dass in der Region bisher 42.000 Hektar Fläche verbrannt sind und mehr als 2.500 Feuerwehrleute sowie 18 Luftfahrzeuge an den Löscharbeiten beteiligt sind. Dennoch wurde mitgeteilt, dass das Feuer bisher nicht unter Kontrolle gebracht werden konnte.
In Frankreich, wo die Waldbrandsaison früher als in den Vorjahren begann, dauern neben der Gironde auch die Brände in den Départements Landes, Var und Haute-Corse seit Tagen an.
Nach Angaben der Behörden wurden aufgrund der Brände mehr als 200.000 Menschen evakuiert. Es wird davon ausgegangen, dass das Brandrisiko aufgrund der hohen Temperaturen und der trockenen Bedingungen in vielen Regionen des Landes weiterhin besteht.