Warnung der EU vor Investitionen in Klimaanpassung: „Wenn wir jetzt nicht investieren, zahlen wir einen höheren Preis“

EU-Kommissar Wopke Hoekstra erklärte, dass Verzögerungen bei Investitionen in die Anpassung an Hitzewellen, Dürren, Überschwemmungen und Waldbrände die Kosten in die Höhe treiben werden.

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Die Europäische Kommission (EU) hat nach den in den letzten Monaten in Europa aufgetretenen Hitzewellen, schweren Dürren, Überschwemmungen und Waldbränden davor gewarnt, dass Investitionen in die Anpassung an den Klimawandel nicht länger aufgeschoben werden können.

Wopke Hoekstra, EU-Kommissar für Klimaschutz, Netto-Null-Emissionen und sauberes Wachstum, erklärte gegenüber Politico, dass Regierungen mehr Mittel für Maßnahmen zur Widerstandsfähigkeit gegen die Auswirkungen des Klimawandels bereitstellen müssen.

Hoekstra betonte, dass Haushalte politische Prioritäten widerspiegeln, und sagte: „Waldbrände und Überschwemmungen zeigen, dass wir einen weitaus höheren Preis in Bezug auf Gesundheit, Wirtschaft und Gesellschaft zahlen werden, wenn wir dies nicht zur Priorität machen.“

Hoekstra erklärte, dass ein schnelles Handeln gegen die Auswirkungen der Klimakrise Folgen für den EU-Haushalt sowie die nationalen Haushalte haben werde, betonte jedoch, dass ein Ausbleiben von Maßnahmen noch höhere Kosten verursachen würde.

BEDARF VON 70 MILLIARDEN EURO PRO JAHR

Nach Berechnungen der EU-Kommission sind in der gesamten Union jährlich Investitionen in Höhe von etwa 70 Milliarden Euro für Hochwasserschutzmaßnahmen, die Kühlung von Städten und andere Klimaanpassungsmaßnahmen erforderlich.

Die derzeitigen Ausgaben der Mitgliedstaaten in diesem Bereich liegen bei jährlich etwa 29 Milliarden Euro. Nach Einschätzung der Kommission stellt der durch den Klimawandel verursachte Schaden an der Infrastruktur eine wirtschaftliche Belastung dar, die das derzeitige Ausgabenniveau übersteigt.