Wichtige Warnung von Experten: Die Türkei erwartet einen Sommer mit extremer Hitze und plötzlichen Regenfällen
Aufgrund des global wirksamen „Super-El-Niño“-Phänomens und veränderter Niederschlagsmuster könnte die Türkei in diesem Sommer mit einer Kombination aus extremen Hitzewellen, Dürre und plötzlichen Sturzfluten konfrontiert sein. Experten fordern Bürger und Institutionen dazu auf, vorbereitet zu sein.
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Der Meteorologe Prof. Dr. Orhan Şen gab bekannt, dass das „Super-El-Niño“-Phänomen, das die Welt und die Türkei beeinflusst, offiziell begonnen hat. Laut Şen treten wir in eine Periode ein, in der wir mit Naturereignissen rechnen müssen, die außerhalb der gewohnten saisonalen Muster liegen. Selbst der Rekord-El-Niño von 1997 könnte hinter den Auswirkungen zurückbleiben, die für dieses Jahr erwartet werden. Es wird darauf hingewiesen, dass die Temperaturen ab Juli rapide ansteigen und die Auswirkungen bis in die Herbst- und Wintermonate anhalten werden.
Prof. Dr. Orhan Şen erklärte: „Ab der zweiten Hälfte des Sommers werden sehr plötzliche und starke Anstiege der Lufttemperaturen erwartet. Diese Temperaturen, die voraussichtlich bis September anhalten könnten, stellen insbesondere für ältere Menschen und Personen mit chronischen Erkrankungen ein Gesundheitsrisiko dar. Danach ist es sehr wahrscheinlich, dass die in der Atmosphäre angestaute Feuchtigkeit zu heftigen Regenfällen und Überschwemmungen führen wird.“
NIEDERSCHLAGSMENGEN, WIE SIE IN DEN LETZTEN 66 JAHREN NICHT GESEHEN WURDEN
Prof. Dr. Yusuf Demir von der Ondokuz Mayıs Universität in Samsun wies darauf hin, dass die Türkei eine der niederschlagsreichsten Perioden der letzten 66 Jahre durchlebt. Er berichtete, dass die landesweiten Niederschläge in den letzten 6 Monaten im Vergleich zum Vorjahr um über 80 Prozent gestiegen sind und im Vergleich zum Durchschnitt des hydrologischen Jahres etwa 25 Prozent höher liegen. Demir betonte, dass die Heftigkeit der Niederschläge innerhalb kurzer Zeit zu plötzlichen Sturzfluten führt.
Demir sagte: „Manchmal fällt die Niederschlagsmenge eines ganzen Monats innerhalb einer Stunde. Dies bringt viele Risiken mit sich, allen voran Überschwemmungen. Der Hauptgrund hierfür ist der globale Klimawandel. Im Mittelmeerraum werden Temperaturrekorde gebrochen, und Schwankungen in den Jetstreams sowie die Übergänge zwischen El Niño und La Niña verstärken die meteorologischen Ungleichgewichte.“
KLARSTELLUNG ZU NIEDERSCHLAGSSPEKULATIONEN IN DER ÖFFENTLICHKEIT
Prof. Dr. Yusuf Demir ging auch auf die in den sozialen Medien häufig diskutierten Behauptungen ein, dass „künstlich in die Niederschläge eingegriffen werde“, und betonte, dass diese Gerüchte keine wissenschaftliche Grundlage hätten. „Solche Behauptungen entsprechen nicht der Wahrheit. Der Anstieg der Niederschläge steht in direktem Zusammenhang mit atmosphärischen Bewegungen und Klimadynamiken. Spekulationen sollte man keinen Glauben schenken“, sagte er.
Beide Experten erinnerten daran, dass die Bürger besonders in den Sommermonaten vorsichtig sein sollten, und erklärten, dass Hitze und Dürre im Juli, August und September zunehmen werden, während in verschiedenen Regionen plötzliche heftige Regenfälle weiterhin Risiken bergen. Es wurde berichtet, dass die Überschwemmungsgefahr, insbesondere in der Schwarzmeerregion, bestehen bleibt.
Die Experten betonen, dass es von entscheidender Bedeutung sei, sowohl auf individueller als auch auf institutioneller Ebene notwendige Vorkehrungen zu treffen und auf extreme Wetterereignisse vorbereitet zu sein.