Achtung vor Mobbing unter Gleichaltrigen: Warnungen und Lösungsvorschläge vom Psychologen
Die Psychologin Tutku Damla Topaloğlu hat mit Beginn des neuen Schuljahres wichtige Warnungen an Familien und Lehrkräfte bezüglich des zunehmenden Mobbings unter Gleichaltrigen gerichtet und Empfehlungen gegeben, wie Kinder bei der Bewältigung dieses Problems unterstützt werden können. Hier sind die Warnungen und Lösungsvorschläge zum Thema Mobbing unter Gleichaltrigen:
İHA
Die Expertin für klinische Psychologie am Acıbadem Kent Krankenhaus, Tutku Damla Topaloğlu, weist darauf hin, dass Mobbing unter Gleichaltrigen mit Beginn des neuen Schuljahres die psychische Gesundheit von Kindern negativ beeinflussen kann. Sie erklärte, dass Mobbing in verschiedenen Formen auftreten kann, darunter physisch, verbal, emotional, sexuell und als Cybermobbing. "Mobbing ist ein kontinuierliches und schädigendes Verhalten, bei dem kein Machtgleichgewicht besteht", so Topaloğlu, die zudem darauf aufmerksam machte, dass solche Verhaltensweisen im schulischen Alltag zu einer Schulphobie führen können.
ANZEICHEN UND AUSWIRKUNGEN VON MOBBING
Topaloğlu betonte, dass bei Schülern, die Mobbing ausgesetzt sind, das Angstniveau steigt und dieser Zustand Gefühle von Hilflosigkeit oder Wertlosigkeit mit sich bringt. „Schüler zögern oft, diese Situation ihren Familien oder Lehrern mitzuteilen. Deshalb ist es sehr wichtig, dass Eltern ihren Kindern zuhören und ihnen helfen, ihre Gefühle auszudrücken“, sagte er.
Topaloğlu wies darauf hin, dass bei Schülern, die Mobbing ausgesetzt sind, Probleme wie ein Abfall der schulischen Leistungen, Konzentrationsschwierigkeiten und sogar Schulverweigerung auftreten können. Darüber hinaus betonte er, dass sich auch psychosomatische Symptome entwickeln können. Zu diesen Symptomen zählen Übelkeit, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen und Hautbeschwerden.
EMPFEHLUNGEN FÜR ELTERN
Topaloğlu gab Eltern, deren Kinder von Mobbing durch Gleichaltrige betroffen sind, richtungsweisende Empfehlungen für ihr Verhalten und listete diese wie folgt auf:
- Hören Sie Ihrem Kind zu, um seine Gefühle zu verstehen.
- Ermutigen Sie es dazu, seine Gefühle auszudrücken.
- Vermeiden Sie kritische oder verurteilende Äußerungen.
- Weisen Sie darauf hin, dass die Situation mit den Lehrern besprochen werden kann.
- Diskutieren Sie gemeinsam Lösungswege.
- Suchen Sie bei Bedarf professionelle Unterstützung.
EMPFEHLUNGEN FÜR PÄDAGOGEN
Topaloğlu gab zudem wichtige Empfehlungen für Pädagogen:
- Er betonte, dass Mobbing als ernsthaftes Problem anerkannt werden müsse.
- Er wies darauf hin, dass Lehrkräfte diesbezüglich geschult werden sollten.
- Er schlug vor, alle Schüler über Mobbing unter Gleichaltrigen und dessen Folgen aufzuklären.
- Er erklärte, dass klare Grenzen gegen Mobbing gesetzt und diese konsequent durchgesetzt werden müssten.
Topaloğlu betonte zudem, dass auch die Sensibilisierung der Familien eine große Bedeutung im Kampf gegen Mobbing unter Gleichaltrigen habe.