15 Jahre Haft für ehemaligen peruanischen Präsidenten Humala
Der ehemalige peruanische Präsident Ollanta Humala wurde wegen Geldwäsche zu 15 Jahren Haft verurteilt.
12punto
Berichten der peruanischen Presse zufolge hat der Nationale Oberste Gerichtshof entschieden, dass der ehemalige peruanische Präsident Ollanta Humala und seine Ehefrau Nadine Heredia während der Wahlkampagnen 2006 und 2011 illegale Spenden in Höhe von rund 3 Millionen US-Dollar vom brasilianischen Bauunternehmen Odebrecht sowie von der damaligen venezolanischen Regierung erhalten haben.
Nachdem das Gericht die "sofortige vorläufige Vollstreckung der Strafe" angeordnet hatte, wurde Humala, der bei der Anhörung anwesend war, von der Polizei an die Beamten des Nationalen Strafvollzugsinstituts (INPE) übergeben. Humalas Ehefrau Heredia wurde ebenfalls für schuldig befunden, da sie die Wahlkampagne geleitet hatte, und zu 15 Jahren Haft verurteilt.
Richterin Nayko Coronado erklärte in ihrer Stellungnahme, dass Humala seine Strafe verbüßen werde, und sagte: "In diesem Fall wurde das Verbrechen der Geldwäsche begangen. Verschiedene Handlungen zur Verschleierung von Geldern aus illegalen Quellen wurden nachgewiesen." Heredia beantragte Asyl bei der brasilianischen Botschaft.
Heredia, die per Videokonferenz an der Anhörung teilnahm, beantragte nach der Urteilsverkündung Asyl in der brasilianischen Botschaft in der Hauptstadt Lima. Unterdessen wurde Heredias Bruder, Ilan Heredia, im selben Verfahren zu 12 Jahren Haft verurteilt.
Das peruanische Außenministerium bestätigte in einer Erklärung, dass sich Nadine Heredia in der brasilianischen Botschaft aufhalte und die Regierungen von Brasilien und Peru in ständigem Kontakt bezüglich dieser Situation stünden. In der Erklärung hieß es: "Frau Heredia hat gemäß dem Diplomatischen Asylabkommen von 1954, dem sowohl Peru als auch Brasilien angehören, Asyl in Brasilien beantragt."