7 Türken bei „Dalton“-Operation in Frankreich festgenommen! 150 Waffen beschlagnahmt
In Frankreich wurden im Rahmen einer Ermittlung gegen das organisierte Verbrechen 7 türkische Staatsbürger festgenommen. Bei den Operationen wurden rund 150 Waffen sichergestellt, bei denen es sich um Glock-Nachbauten handeln soll.
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In Frankreich wurden neue Operationen im Rahmen der Ermittlungen gegen die als „Daltons“ bekannte kriminelle Organisation durchgeführt.
Laut einem Bericht von Le Parisien
Wie aus Berichten der französischen Presse hervorgeht, wurden 7 türkische Staatsbürger im Alter zwischen 19 und 37 Jahren in Paris wegen des Vorwurfs des Waffenhandels und der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung einem Haftrichter vorgeführt.
Gegen alle Verdächtigen wurde Haftbefehl erlassen. Die französischen Behörden, die die Ermittlungen leiten, gehen davon aus, dass die Verdächtigen mit einem internationalen Netzwerk in Verbindung stehen, das seit mindestens 2025 Kopien von Glock-Pistolen nach Frankreich einschleust.
Bei den Operationen wurden rund 150 Pistolen beschlagnahmt. Es wird behauptet, dass die Waffen auf dem Schwarzmarkt zu Preisen zwischen 1300 und 2800 Euro verkauft wurden. Die Verdächtigen wurden in Garges-lès-Gonesse und Sainte-Geneviève-des-Bois in der Umgebung von Paris sowie in Marseille gefasst.
Nach Angaben der französischen Presse wurden insgesamt 12 Personen im Zuge der Operationen festgenommen. In einem Fahrzeug, das in der Region Ain gestoppt wurde, seien rund 150 in Sporttaschen verstaute Waffen gefunden worden.
FESTNAHME AM BAHNHOF WEITETE ERMITTLUNGEN AUS
Eine der bemerkenswerten Entwicklungen in dem Fall ereignete sich am 24. August am Pariser Bahnhof Gare de Lyon. Zollbeamte kontrollierten eine Person, die in einen Zug nach Perpignan steigen wollte. Bei der Durchsuchung wurden in zwei schweren Rucksäcken 35 Pistolen gefunden, bei denen es sich um Nachbildungen der Modelle Glock 19 und Glock 26 handeln soll.
Bei derselben Durchsuchung wurden zudem gefälschte Ausweise, eine auf denselben Namen ausgestellte Bankkarte sowie 2000 Euro Bargeld sichergestellt. Ermittler, die die Telefonaufzeichnungen des Verdächtigen auswerteten, stellten fest, dass dieser in den letzten Monaten zahlreiche Reisen nach Belgien, Spanien und Deutschland unternommen hatte.
Die Ermittlungen reichen bis in den Juni 2025 zurück. Die Nationale Staatsanwaltschaft für die Bekämpfung der organisierten Kriminalität (PNACO) habe das Verfahren aufgrund von Informationen über internationalen Waffenhandel eingeleitet, die von deutschen Behörden übermittelt wurden. Die Akte wurde später an das französische Zentralamt zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität (OCLCO) und regionale Polizeieinheiten übergeben.
Die französischen Behörden gehen davon aus, dass das Netzwerk plante, Hunderte von Waffen aus der Türkei nach Europa zu schmuggeln, und neben Frankreich auch Verbindungen nach Deutschland, Italien und Spanien unterhält. Es wurde festgestellt, dass einige der in Nancy, Besançon, Dijon, Straßburg und einigen Pariser Vororten beschlagnahmten Glock-Waffen dieselben Seriennummern aufwiesen wie in Deutschland sichergestellte Waffen.
Wie Le Parisien berichtet, enthält die Ermittlungsakte den Vorwurf, dass das Netzwerk nicht nur seine eigenen Mitglieder, sondern auch andere kriminelle Strukturen in Frankreich mit Waffen versorgte. Die gerichtlichen Untersuchungen zu den Vorwürfen, dass Waffen an die in Marseille ansässige „DZ Mafia“ sowie an Personen mit Verbindungen zur Terrororganisation PKK geliefert wurden, dauern an.