9 Tote bei Straßenunruhen in Indien: Ausgangssperre verhängt

Um die zunehmende Gewalt in der indischen Region Manipur einzudämmen, wurde eine Ausgangssperre verhängt; die Regierung kündigte zudem eine fünftägige Internetsperre an. Bei den Ausschreitungen kamen bisher 9 Menschen ums Leben.

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Indische Behörden haben im nordöstlichen Bundesstaat Manipur eine unbefristete Ausgangssperre verhängt und den Internetzugang blockiert, nachdem Studentenproteste als Reaktion auf das Wiederaufflammen ethnischer Gewalt, die die Region seit über einem Jahr erschüttert, ausgebrochen waren. Berichten zufolge sind bei den Straßenprotesten bisher mindestens 9 Demonstranten ums Leben gekommen.

Das Innenministerium des Bundesstaates Manipur ordnete am Dienstag in einer Mitteilung die Abschaltung aller Internet- und Mobilfunkdatendienste für fünf Tage an, um die jüngsten Unruhen unter Kontrolle zu bringen.

In der Mitteilung hieß es: 'Der Internetzugang wurde eingeschränkt, da die Befürchtung besteht, dass einige asoziale Elemente soziale Medien intensiv nutzen könnten, um Bilder, Hassreden und hasserfüllte Videobotschaften zu verbreiten, die in der Öffentlichkeit Empörung auslösen könnten.'

Manipur, ein Bundesstaat mit 3,2 Millionen Einwohnern in den Bergen an der Grenze Indiens zu Myanmar, ist seit über einem Jahr Schauplatz gewaltsamer Auseinandersetzungen zwischen den mehrheitlich hinduistischen 'Meitei' und den mehrheitlich christlichen 'Kuki'. Hintergrund sind Streitigkeiten über Wirtschaftshilfen, staatliche Arbeitsplätze und Bildungsquoten.

Der in Katar ansässige Nachrichtensender Al Jazeera schrieb zu den Ereignissen: 'Trotz massiver militärischer Interventionen dauern die tödlichen Zusammenstöße an.'