Abgeordnete mit Kufiya zum Verlassen der Parlamentssitzung aufgefordert

Das Tragen einer Kufiya durch die Abgeordnete Sarah Jama im Parlament der kanadischen Provinz Ontario hat für Spannungen gesorgt. Jama wurde aufgefordert, das Parlament zu verlassen. Sie weigerte sich jedoch.

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Die Abgeordnete Sarah Jama aus dem Parlament der kanadischen Provinz Ontario wurde aufgefordert, die Parlamentssitzung zu verlassen, weil sie aus Solidarität mit Palästina eine Kufiya trug. Zudem wurde ihr die Teilnahme an Ausschussarbeiten untersagt.

Berichten lokaler Medien zufolge forderte der Parlamentspräsident von Ontario, Ted Arnott, die Abgeordnete Sarah Jama auf, das Parlament zu verlassen, da sie eine Kufiya trug.

Jama weigerte sich jedoch, das Parlament zu verlassen.

Daraufhin erklärte Arnott, dass Jama bei keinem Thema abstimmen und nicht an Ausschussarbeiten teilnehmen dürfe.

Auf die Frage von Journalisten, warum er Jama nicht physisch aus dem Parlament habe entfernen lassen, antwortete Arnott: "Der einzige Weg wäre gewesen, sie physisch zu entfernen, und dazu war ich nicht bereit."

REAKTIONEN AUF ARNOTT

In einer Erklärung des Nationalen Rates der Muslime in Kanada wurde das Vorgehen von Arnott gegen Jama verurteilt.

In der Erklärung wurde betont, dass dies ein beschämender Tag in der Geschichte Ontarios sei: "Dies ist palästinenserfeindlicher Rassismus. Die Kufiya ist ein Symbol der kulturellen Identität Palästinas. Das Verbot muss vom Parlamentspräsidenten von Ontario, Ted Arnott, aufgehoben werden", hieß es.

Auch die Vorsitzende der Neuen Demokratischen Partei, Marit Stiles, erklärte, sie sei schockiert und entsetzt über das Vorgehen gegen Jama.

Im Parlament der Provinz Ontario war das Tragen einer Kufiya am 18. April verboten worden. Parlamentspräsident Arnott hatte argumentiert, das Tragen einer Kufiya sei eine klare politische Botschaft und verstoße gegen die Regeln, die das Tragen von Kleidung mit politischen Botschaften im Parlament untersagen.

Die Vorsitzende der Neuen Demokratischen Partei, Marit Stiles, hatte am 18. und 23. April die Aufhebung des Kufiya-Verbots gefordert. Diese Initiativen scheiterten jedoch, da nicht genügend Unterstützung vorhanden war.

Vier politische Parteien in der Provinz, einschließlich der Partei des Premierministers von Ontario, Doug Ford, hatten die Aufhebung des Kufiya-Verbots gefordert.