Acht Monate schwangere Maria Potosi in Kolumbien tot aufgefunden: Schicksal des Babys wird untersucht
Die Leiche der im achten Monat schwangeren Maria Potosi wurde in einem Fluss in Kolumbien gefunden. Die Behörden untersuchen den Verbleib des Babys, das aus ihrem Bauch entnommen wurde.
12punto
Die Ermittlungen zum Tod der im achten Monat schwangeren Maria Potosi in Kolumbien haben landesweit für Entsetzen gesorgt. Die Leiche der jungen Frau wurde mit gefesselten Händen und Füßen im Fluss Rio Melendez entdeckt.
Untersuchungen ergaben, dass Potosi zahlreiche Stichwunden aufwies und das Baby aus ihrem Bauch herausgeschnitten worden war. Über den Verbleib des Kindes und ob es noch am Leben ist, ist derzeit nichts bekannt.
Berichten der lokalen Presse zufolge wurde Potosi zuletzt am 16. Juli lebend gesehen. Auf Überwachungskameraaufnahmen ist zu sehen, wie die junge Frau mit einer bisher nicht identifizierten Frau auf ein Motorrad steigt. Nach diesen Aufnahmen fehlte von Potosi vier Tage lang jede Spur.
Die forensischen Untersuchungen der am 20. Juli im Fluss gefundenen Leiche führten dazu, dass der Fall als Mord ermittelt wird. Die Behörden setzen ihre Untersuchungen zur letzten Person, die Potosi gesehen hat, sowie zum Schicksal des Babys fort.
'BELOHNUNG FÜR HINWEISE ZUR ERGREIFUNG DER TÄTER'
Nach dem Vorfall hatten der Bürgermeister von Cali, Alejandro Eder, und die Polizei eine Belohnung in Höhe von 200 Millionen kolumbianischen Pesos für Informationen ausgesetzt, die zur Ergreifung des oder der Täter führen. Nach der Bekanntgabe der Belohnung meldete sich ein Mann namens Carlos Rincon bei der Polizei.
Rincon gab an, dass die Frau auf dem Motorrad in den Überwachungsaufnahmen seine Ex-Freundin sei. Er behauptete zudem, dass seine ehemalige Partnerin bereits zuvor zweimal eine Schwangerschaft vorgetäuscht und einmal behauptet habe, eine Fehlgeburt erlitten zu haben.
Diese Aussagen nährten den Verdacht, dass die Tatverdächtige den Mord begangen haben könnte, um in den Besitz eines Babys zu gelangen. Die zur Befragung festgenommene Frau machte widersprüchliche Angaben darüber, wo sie Potosi zurückgelassen habe. Ihr Ex-Freund bestätigte zudem, dass die Verdächtige in der Nacht des Mordes nicht nach Hause gekommen sei.
Die tatverdächtige Frau wurde nach ihrer ersten Befragung wieder auf freien Fuß gesetzt. Die polizeilichen Ermittlungen zum Tod von Maria Potosi und zum Verbleib des Babys dauern an.