Ägypten äußert sich zur Verlängerung der 'humanitären Feuerpause' in Gaza
Ägypten hat bekannt gegeben, dass sich die Verhandlungen über eine Verlängerung der "humanitären Feuerpause" im Gazastreifen um weitere zwei Tage in der Endphase befinden.
AA
Der Leiter des ägyptischen staatlichen Informationsdienstes, Diaa Rashwan, gab in einer schriftlichen Erklärung bekannt, dass die Verhandlungen unter Vermittlung von Katar und Ägypten zur Verlängerung der "humanitären Feuerpause" in Gaza fortgesetzt werden.
Rashwan teilte mit, dass sich die Gespräche über eine Verlängerung der "humanitären Feuerpause" in Gaza um zwei weitere Tage in der Endphase befinden und dass die Freilassung von 10 israelischen Geiseln durch die Hamas im Austausch für täglich 30 palästinensische Gefangene vorgesehen sei.
Sollte eine Einigung erzielt werden, so Rashwan, werde der Weg für die Freilassung von insgesamt 60 palästinensischen Gefangenen im Austausch für 20 israelische Geiseln innerhalb der nächsten zwei Tage geebnet. Zudem werde die Lieferung von Treibstoff, Lebensmitteln und humanitärer Hilfe nach Gaza fortgesetzt.
Der Leiter des ägyptischen Informationsdienstes fügte hinzu, dass für den heutigen Tag die Freilassung von 11 israelischen Geiseln aus der Hand der Hamas erwartet werde und dass die Gespräche über die Freilassung von 33 palästinensischen Gefangenen durch Israel andauerten.
DER AKTUELLE STAND DER ISRAELISCHEN BESATZUNG IN GAZA
Der bewaffnete Arm der Hamas, die Izz ad-Din al-Qassam-Brigaden, startete am Morgen des 7. Oktober einen umfassenden Angriff mit der Begründung, auf die "anhaltenden Verletzungen Israels gegen die Palästinenser und ihre heiligen Werte, insbesondere die Al-Aqsa-Moschee, zu reagieren", woraufhin die israelische Armee massive Luftangriffe auf den Gazastreifen begann.
In Israel wurde bekannt gegeben, dass bei den Angriffen vom 7. Oktober 1.200 Israelis getötet wurden, darunter mehr als 310 Soldaten, und 5.132 Personen verletzt wurden. Nach Angaben der israelischen Armee wurden seit dem 7. Oktober 70 israelische Soldaten bei den Kämpfen in Gaza und 6 weitere an der libanesischen Grenze getötet.
Nach Angaben der Regierung in Gaza wurden seit dem 7. Oktober bei den israelischen Angriffen im Gazastreifen 14.854 Menschen getötet, darunter mehr als 6.150 Kinder und über 4.000 Frauen.
Im besetzten Westjordanland und in Jerusalem kamen seit dem 7. Oktober 239 Palästinenser bei Angriffen israelischer Streitkräfte und jüdischer Siedler ums Leben.
Die israelische Armee beschoss in Gaza Dutzende Krankenhäuser, in denen Zehntausende Verwundete und Zivilisten Zuflucht gesucht hatten, um deren Räumung zu erzwingen, oder griff deren Hauptgebäude an. Während der Besatzung stürmte sie einige Krankenhäuser. Bei den Angriffen wurden Hunderte Menschen getötet und verletzt.
Bei den seit dem 8. Oktober andauernden Gefechten an der Grenze zwischen der israelischen Armee und der Hisbollah wurden 85 Hisbollah-Mitglieder getötet.
GEISELAUSTAUSCH-ABKOMMEN ZWISCHEN HAMAS UND ISRAEL
Die Einigung auf eine viertägige "humanitäre Feuerpause" zwischen Israel und der Hamas trat am Freitag, den 24. November, um 07:00 Uhr (08:00 Uhr türkischer Zeit) in Kraft.
Gemäß der Vereinbarung wurde beschlossen, dass 150 palästinensische Gefangene aus israelischen Gefängnissen im Austausch für 50 israelische Geiseln in der Hand der Hamas freigelassen werden.
Im Rahmen des Geiselaustausch-Abkommens zwischen Israel und der Hamas wurden bisher 40 israelische Geiseln aus dem Gazastreifen – ein Mann sowie Frauen und Kinder – sowie 117 palästinensische Frauen und Kinder aus israelischen Gefängnissen freigelassen.
Weitere Nachrichten
-
Gefangenenaustausch zwischen Hamas und Israel geht weiter. Zweiter Geiselaustausch hat begonnen -
Israel: Wir halten an der mit der Hamas getroffenen Vereinbarung zum Gefangenenaustausch fest -
Katar kündigt Wiederaufnahme des Gefangenenaustauschs an -
Gefangenenaustausch von den Al-Qassam-Brigaden bestätigt