Ästhetik-Alarm in Großbritannien: Warnung für Reisende in die Türkei
Während der Wertverlust der Türkischen Lira gegenüber Fremdwährungen die Türkei zur Welthauptstadt des Kosmetik-Tourismus gemacht hat, stehen in Großbritannien die Todesfälle bei Schönheitsoperationen in der Türkei im Fokus. In einem von britischen Behörden erstellten gerichtsmedizinischen Bericht zum Tod von Melissa Kerr, die 2019 bei einer Gesäßvergrößerung verstarb, wird türkischen Ärzten Fahrlässigkeit vorgeworfen.
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Der Tod der 31-jährigen Melissa Kerr aus der britischen Region Norfolk während einer Schönheitsoperation in der Türkei hat im Land für Diskussionen gesorgt.
Kerr war 2019 während einer Gesäßvergrößerung, für die sie 3200 Pfund in einem privaten Krankenhaus in Istanbul bezahlt hatte, verstorben.
Kerr verstarb auf dem Operationstisch, nachdem es während der Injektion von Fett in den Gesäßbereich zu einer Embolie gekommen war.
In dem von britischen Behörden erstellten Bericht über den tragischen Tod der jungen Frau, die als Fachkraft in einem Zentrum für psychische Gesundheit tätig war, wird türkischen Ärzten Fahrlässigkeit vorgeworfen.
Wie die BBC berichtet, erklärte die Gerichtsmedizinerin Jaqueline Lake in ihrem für das Gesundheitsministerium erstellten Bericht, dass Kerr in der Türkei nicht ausreichend über die Risiken des Eingriffs aufgeklärt worden sei. Der Bericht weist darauf hin, dass die als „Brazilian Butt Lift“ bekannte ästhetische Operation zu den riskantesten Schönheitsoperationen zählt, und fordert Maßnahmen, um weitere Todesfälle zu verhindern.
„WER IN DIE TÜRKEI REISEN WILL, SOLLTE ES SICH GUT ÜBERLEGEN“
Lake merkte an, dass Briten, die für ästhetische Eingriffe ins Ausland reisen, einem Risiko ausgesetzt seien und viele sich der Sterblichkeitsraten bei diesen Operationen nicht bewusst seien.
Es wurde mitgeteilt, dass auch das Krankenhaus in der Türkei um eine Stellungnahme zu diesem Thema gebeten wurde. Der plastische Chirurg Simon Withey, der in dem Bericht ebenfalls zu Wort kam, betonte, dass solche Operationen in Großbritannien als „riskant“ eingestuft würden, und sagte: „Wenn Kerr über die Risiken aufgeklärt worden wäre, hätte sie diese Operation wahrscheinlich nicht durchführen lassen.“
Kerrs Familie erklärte in einer schriftlichen Stellungnahme: „Wir hoffen, dass diejenigen, die für Kosmetik-Tourismus in die Türkei reisen wollen, es sich gründlicher überlegen.“