Alarm in Paris: Messerangreifer am Bahnhof niedergeschossen
Am Pariser Bahnhof Montparnasse wurde ein Mann, der mit einem Messer Drohungen ausstieß, von der Polizei niedergeschossen und außer Gefecht gesetzt. Der 44-jährige Angreifer, der wegen häuslicher Gewalt vorbestraft ist, soll seine Ehefrau und seine Kinder bedroht haben. Bei dem Vorfall wurde ein Passagier durch ein Querschläger-Projektil leicht verletzt.
İHA
In der französischen Hauptstadt Paris kam es zu einem Vorfall, der Erinnerungen an die Angst vor Terroranschlägen weckte. Am Freitagnachmittag, als ein Zug aus Rennes im Pariser Bahnhof Montparnasse eintraf, begann ein 44-jähriger Mann nach dem Aussteigen, Umstehende mit einem Messer zu bedrohen.
Während unter den Reisenden Panik ausbrach, griffen vor Ort patrouillierende Polizeieinheiten schnell ein. Obwohl die Beamten, die den Bereich absicherten, den Mann mehrfach aufforderten, das Messer niederzulegen, hielt er sich die Waffe an die eigene Kehle. Als er weiter auf die Polizisten zuging, eröffnete ein Beamter der Bahnpolizei das Feuer. Der Angreifer wurde durch einen Schuss ins Bein außer Gefecht gesetzt.
Der schwer verletzte Mann wurde in ein Krankenhaus eingeliefert; die Pariser Staatsanwaltschaft teilte mit, sein Zustand sei ernst, aber nicht lebensbedrohlich. Ein Querschläger traf während des Vorfalls einen Passagier am Bein; der Gesundheitszustand des Verletzten ist gut.
In der Erklärung der Staatsanwaltschaft wurde darauf hingewiesen, dass der Angreifer im vergangenen September vom Strafgericht Créteil wegen „häuslicher Gewalt“ und „Morddrohungen“ zu 18 Monaten Haft verurteilt worden war, wobei die Strafe zur Bewährung ausgesetzt wurde. Es wurde angegeben, dass der Mann trotz eines Verbots von Rennes nach Paris gereist war, um seiner Frau und seinen Kindern Schaden zuzufügen.
Es wurden zwei separate Ermittlungsverfahren eingeleitet. Gegen den Verdächtigen wird wegen „versuchten Mordes an einem Amtsträger“ ermittelt, während der Einsatz der Schusswaffe durch den Polizeibeamten von der Generalinspektion der Nationalpolizei (IGPN) untersucht wird. Die Staatsanwaltschaft gab bekannt, dass kein terroristischer Hintergrund vorliege. Nach dem Vorfall wurde der Bahnhof Paris Montparnasse kurzzeitig evakuiert, was zu vorübergehenden Störungen im Zugverkehr führte. Am Abend wurde gemeldet, dass der Betrieb wieder normal verlaufe.
Unterdessen hat dieser Vorfall, der sich in der Gedenkwoche zum 10. Jahrestag der Pariser Terroranschläge vom 13. November 2015 ereignete, die Sicherheitsbedenken in der Stadt verschärft und unter den Reisenden für Panik gesorgt.