Albanien beschließt TikTok-Verbot: „Besteht nur aus Schmutz und Dreck“

Der albanische Premierminister Edi Rama hat angekündigt, gegen die Social-Media-Plattform TikTok vorzugehen: „Wir werden den Zugang zu TikTok ab Anfang 2025 für ein Jahr für alle sperren. In Albanien wird es kein TikTok geben“, erklärte er.

İHA

In Albanien werden Maßnahmen gegen die in China ansässige Social-Media-Plattform TikTok ergriffen. Premierminister Edi Rama kündigte heute bei einem Treffen mit Lehrern, Eltern und Psychologen aus dem ganzen Land in der Hauptstadt Tirana an, dass TikTok ab Anfang 2025 für ein Jahr verboten werde.

Rama bezeichnete TikTok als „Rowdy aus der Nachbarschaft“ und sagte: „Wir werden diesen Rowdy für ein Jahr aus der Nachbarschaft verbannen. Wir werden den Zugang zu TikTok für ein Jahr für alle sperren. In Albanien wird es kein TikTok geben.“

„BESTEHT NUR AUS SCHMUTZ UND DRECK“

Rama warf Social-Media-Plattformen, allen voran TikTok, vor, Gewalt unter Jugendlichen innerhalb und außerhalb der Schule zu schüren.

Rama kündigte zudem an, dass die albanische Regierung Programme starten werde, die die Bildung der Schüler unterstützen und es Eltern ermöglichen sollen, die Entwicklung ihrer Kinder zu verfolgen.

Rama äußerte sich wie folgt: „TikTok hebt in China hervor, welche Kurse Schüler belegen können, wie sie die Natur schützen und ihre Traditionen bewahren können. Andererseits besteht TikTok außerhalb Chinas nur aus Schmutz und Dreck. Warum sollten wir so etwas brauchen?“

SIE HATTTEN DEN MORD MIT IHREN VIDEOS UNTERSTÜTZT

Die Debatte über ein TikTok-Verbot in Albanien war entbrannt, nachdem im November ein 14-jähriger Schüler bei einer Schlägerei in der Nähe einer Schule in Tirana erstochen worden war. Berichten albanischer Medien zufolge ereignete sich der Vorfall nach einer Auseinandersetzung in den sozialen Medien; zudem waren Videos von Kindern aufgetaucht, die den Mord auf TikTok unterstützten.

TikTok, das weltweit über eine Milliarde aktive Nutzer hat, sah sich in den USA mit Spionagevorwürfen konfrontiert, während in dem EU-Land Rumänien Vorwürfe laut wurden, die Plattform habe Versuche ermöglicht, die Wahlergebnisse zugunsten eines rechtsextremen Präsidentschaftskandidaten zu beeinflussen.