Alternative zur Straße von Hormus in Planung
Nach der Schließung der Straße von Hormus wird Saudi-Arabien einen 1700 Kilometer langen internationalen Logistikkorridor in Betrieb nehmen, der die Golfhäfen mit Jordanien und den nördlich gelegenen Ländern verbinden soll.
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Nach der Schließung der Straße von Hormus infolge des Krieges im Nahen Osten hat Saudi-Arabien die Inbetriebnahme eines internationalen Logistikkorridors angekündigt, der die Häfen am Golf mit Jordanien und den nördlich gelegenen Ländern verbinden wird.
In einer schriftlichen Erklärung der Saudi Railway Company wurde mitgeteilt, dass ein internationaler Logistikkorridor eingerichtet wird, der die Häfen des Landes am Golf mit dem Grenzübergang Haditha zwischen Jordanien und Saudi-Arabien verbindet.
In der Erklärung wurde darauf hingewiesen, dass der besagte Korridor die saudischen Häfen am Golf sowohl mit Jordanien als auch mit anderen nördlich gelegenen Ländern verbinden werde. Mit diesem Schritt solle die direkte Anbindung Jordaniens und der nördlichen Regionen Saudi-Arabiens gestärkt und der regionale Handel über eine hocheffiziente Landverbindung gefördert werden.
Es wurde festgehalten, dass der Containertransport von den Häfen im Osten Saudi-Arabiens bis zum Grenzübergang Haditha über das Schienennetz abgewickelt werden soll, was durch die Eröffnung direkter Routen nach Jordanien und in die nördlichen Regionen die Exportaktivitäten effizienter und zuverlässiger machen werde.
In der Erklärung wurde betont, dass der internationale Logistikkorridor, der die Häfen am Golf mit Jordanien verbindet, die Transportzeit im Vergleich zu anderen Straßenverkehrsoptionen auf der über 1700 Kilometer langen Strecke halbieren werde. Zudem wurde darauf hingewiesen, dass mit einer Kapazität von über 400 Containern pro Zug die Geschwindigkeit und Effizienz gesteigert würden.
Weiter hieß es, dass das Projekt durch die Verkürzung der Reisezeiten direkte logistische Auswirkungen haben werde, zur Entlastung der Straßen von Tausenden Lastwagen beitragen werde und sich dies positiv auf die Erhaltung der Infrastrukturqualität sowie die Erhöhung des Sicherheitsniveaus auswirken werde.
STRASSE VON HORMUS FÜR SCHIFFSVERKEHR GESPERRT
Nach Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran gab Teheran bekannt, dass es den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus „kontrolliert“ eingestellt habe.
Der iranische Außenminister Abbas Araghchi hatte erklärt, dass die Durchfahrt für Länder gestattet sei, die nicht an den Angriffen auf den Iran beteiligt seien oder diese nicht durch ihre Stützpunkte unterstützten.
Die Straße von Hormus, die für große Ölproduzenten wie Saudi-Arabien, den Iran, den Irak, Kuwait, Katar und die VAE eine wichtige Exportroute darstellt und durch die täglich Millionen Barrel Öl transportiert werden, ist der Transitpunkt für etwa 20 % des weltweit auf dem Seeweg transportierten Öls.
Daten des Schiffsverfolgungsunternehmens MarineTraffic zufolge befanden sich zum 20.-22. März etwa 1900 Schiffe in der Umgebung der Straße von Hormus, die sich nicht bewegen konnten.
ANGRIFFE DER USA UND ISRAELS AUF DEN IRAN
Israel und die USA begannen am 28. Februar einen militärischen Angriff auf den Iran, während zwischen Teheran und Washington Verhandlungen liefen.
Der Iran reagierte mit Angriffen auf Ziele, die er in Israel sowie in einigen Ländern der Region identifiziert hatte, insbesondere in Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und Bahrain, wo sich US-Stützpunkte befinden.
Bei den Angriffen der USA und Israels kamen neben dem ehemaligen iranischen Führer Ali Chamenei auch zahlreiche hochrangige Beamte ums Leben.