Anschlag mit '3D-Waffe' in England geplant
In England wurden drei Verdächtige für schuldig befunden, einen 'Terroranschlag' mit einer im 3D-Drucker hergestellten halbautomatischen Waffe geplant zu haben.
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In England wurden drei Männer für schuldig befunden, einen Neonazi-Anschlag auf ein islamisches Bildungszentrum mit einer im 3D-Drucker hergestellten Waffe geplant zu haben.
Die Angeklagten, der 24-jährige Brogan Stewart und Marco Pitzettu sowie der 33-jährige Christopher Ringrose, nahmen heute per Videoschalte an der Anhörung vor dem Westminster Magistrates' Court teil.
Die drei am 20. Februar festgenommenen Personen wurden wegen gemeinschaftlicher Vorbereitung einer 'Terrorhandlung' schuldig gesprochen.
Wie BBC Türkçe berichtet, wurden die drei Männer beschuldigt, sich auf einen Angriff vorbereitet zu haben, indem sie Anleitungen zur Herstellung von Schusswaffen mittels 3D-Drucker beschafften. Es wird behauptet, dass die drei Männer eine halbautomatische FGC-9-Schusswaffe produzierten und potenzielle Ziele für einen Angriff identifizierten.
Staatsanwalt Mark Luckett hatte Anfang des Monats vor dem Westminster Magistrates' Court erklärt, dass die Angeklagten Pläne für einen Angriff auf ein islamisches Bildungszentrum in der englischen Stadt Leeds sowie auf Menschen, die sie als "Opfer" bezeichneten, diskutiert hätten.
MITGLIEDER EINER GRUPPE FÜR MILITÄRISCHES TRAINING
Es wird behauptet, dass die Angeklagten in einer Telegram-Gruppe aktiv waren, die Ratschläge zu militärischem Training und Waffen zur Vorbereitung auf Terrorakte gab.
Bei Durchsuchungen in den Wohnungen der Angeklagten in der vergangenen Woche wurden laut Angaben vor Gericht eine im 3D-Drucker hergestellte halbautomatische FGC-9-Schusswaffe, verschiedene auf dem Markt beschaffte Waffen, Messer sowie Nazi-Symbole sichergestellt.
In den letzten Jahren ist die Zahl der Vorfälle und Festnahmen im Zusammenhang mit im 3D-Drucker hergestellten Schusswaffen im Vereinigten Königreich gestiegen. Die Behörden gaben bekannt, dass sie 2021 drei und 2022 17 solcher Waffen beschlagnahmt hätten. In Schottland wurden Anfang dieses Jahres erstmals im 3D-Drucker hergestellte Waffen gefunden.