Antisemitismus-Vorwürfe gegen türkischen Harvard-Professor: Von Amt entbunden

Die Harvard University hat Änderungen in der Führungsebene ihres Center for Middle Eastern Studies (CMES) vorgenommen. Es wurde bekannt gegeben, dass die Amtszeiten des Zentrumsleiters, Professor Cemal Kafadar, und seiner Stellvertreterin, Rosie Bsheer, beendet wurden.

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Der Interimsdekan der Fakultät für Sozialwissenschaften, David M. Cutler, gab bekannt, dass Kafadar sein Amt als Direktor im Dezember 2024 niederlegen werde. Es wurde zudem bekannt, dass Bsheer in ähnlicher Weise von ihrem Posten entbunden wurde.

Die vom CMES in den letzten Monaten organisierten Veranstaltungen zum Israel-Palästina-Konflikt stießen in einigen Kreisen auf Kritik. Teile der Universität behaupteten, dass diese Programme antisemitische Elemente enthielten und die israelische Perspektive nicht ausreichend repräsentiert sei.

Auch einige andere Universitäten in den USA haben begonnen, ihre Nahoststudienprogramme zu überprüfen. Die Columbia University hatte zuvor einen ähnlichen Schritt unternommen und ihre Programme in diesem Bereich umstrukturiert.

Obwohl die administrativen Aufgaben von Kafadar und Bsheer enden, wurde mitgeteilt, dass beide weiterhin als Dozenten an der Harvard University tätig bleiben werden.