Anzahl der im Gazastreifen getöteten UN-Mitarbeiter bekannt gegeben

In einem Bericht des UN-Büros für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) wurden Informationen zur Lage im Gazastreifen veröffentlicht.

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In dem Bericht heißt es: „Der UN-Bevölkerungsfonds (UNFPA) berichtet, dass Neugeborene im Gazastreifen sterben, weil ihre Mütter keine pränatale oder postnatale Gesundheitsversorgung in Anspruch nehmen können. Die ununterbrochenen Bombardierungen, die Flucht auf der Suche nach Sicherheit und die ständige Angst führen zu Frühgeburten.“

Unter Verweis auf die Angriffe Israels heißt es in dem Bericht weiter: „Seit dem 7. Oktober wurden im Gazastreifen 161 UN-Mitarbeiter getötet. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation kam es zwischen dem 7. Oktober 2023 und dem 12. Februar 2024 zu 378 Angriffen auf Gesundheitseinrichtungen, von denen 98 medizinische Einrichtungen und 98 Krankenwagen betroffen waren.“

Unter Bezugnahme auf Daten des UN-Hilfswerks für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) wird in dem Bericht darauf hingewiesen, dass die Angriffe auf Unterkünfte, in denen vertriebene Palästinenser Schutz suchen, andauern.

Dem Bericht zufolge wurden bis zum 24. Februar mindestens 403 vertriebene Palästinenser, die in UNRWA-Einrichtungen im Gazastreifen Zuflucht gesucht hatten, getötet und 1385 weitere verletzt.

„HUMANITÄRE HILFE UM DIE HÄLFTE ZURÜCKGEGANGEN“

Aufgrund der seit 143 Tagen andauernden Angriffe der israelischen Armee sowie der Blockade der humanitären Hilfe herrscht im Gazastreifen mit seinen rund 2,3 Millionen Einwohnern eine humanitäre Katastrophe.

Internationale Kreise, allen voran UN-Organisationen, fordern einen Waffenstillstand im Gazastreifen und eine Aufstockung der humanitären Hilfe. Grund dafür sind der Ausfall der meisten Krankenhäuser, der Mangel an medizinischen Hilfsgütern sowie Krankheiten, die durch Hunger, Wassermangel und fehlende Hygieneartikel ausgelöst werden.

Obwohl zu den vorläufigen Maßnahmen, die der Internationale Gerichtshof am 26. Januar gegen Israel verhängt hat, auch die Sicherstellung des Zugangs zu humanitärer Hilfe im Gazastreifen gehört, wird darauf hingewiesen, dass die Hilfslieferungen im Februar im Vergleich zum Januar um die Hälfte zurückgegangen sind.

UNRWA-Generalkommissar Philippe Lazzarini hatte erklärt, dass die humanitäre Hilfe für den Gazastreifen im Februar im Vergleich zum Vormonat um 50 Prozent zurückgegangen sei und betont: „Um den wachsenden Bedürfnissen von 2 Millionen Palästinensern unter verzweifelten Lebensbedingungen gerecht zu werden, hätte die Hilfe aufgestockt und nicht reduziert werden müssen.“