Anzahl der Menschen mit vorübergehender Wohnungsnot in Deutschland bekannt gegeben

Es wurde mitgeteilt, dass die Zahl der Menschen, die im Jahr 2022 in Deutschland vorübergehend obdachlos wurden, im Vergleich zum Vorjahr um 58 Prozent auf 607.000 Personen gestiegen ist.

AA

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG) hat eine Untersuchung zu denjenigen durchgeführt, die im vergangenen Jahr aus ihren Häusern oder Wohnungen geräumt wurden und vorübergehend von Wohnungslosigkeit betroffen waren.

Laut der Untersuchung erreichte die Zahl der vorübergehend Wohnungslosen in Deutschland im Jahr 2022 einen Anstieg von 58 Prozent gegenüber dem Vorjahr und belief sich auf 607.000 Personen.

50.000 MENSCHEN MUSSTEN AUF DER STRASSE LEBEN

Während ein Großteil der vorübergehend Wohnungslosen im vergangenen Jahr aufgrund der Wohnungsnot bei Verwandten, Familien oder in Hotels unterkam, mussten etwa 50.000 Menschen auf der Straße leben.

In der Untersuchung wurde darauf hingewiesen, dass der Anstieg der Zahl der vorübergehend Wohnungslosen mit der Inflation und der Zunahme der Zahl der Asylsuchenden zusammenhängt.

Andererseits hatte die Bundesregierung zur Lösung der Wohnungsproblematik im Land mit dem "Nationalen Aktionsplan" das Ziel verkündet, die Obdachlosigkeit bis 2030 zu überwinden, und eine Reihe von Versprechen gegeben, wie etwa den Bau von 100.000 Sozialwohnungen pro Jahr.