Araghchi: USA begingen mit Angriff auf Meerwasserentsalzungsanlage ein offenes und verzweifeltes Verbrechen
Der iranische Außenminister Abbas Araghchi erklärte: „Die USA haben ein offenes und verzweifeltes Verbrechen begangen, indem sie eine Meerwasserentsalzungsanlage auf der Insel Qeschm angegriffen haben. Infolge dieses Angriffs wurde die Wasserversorgung von 30 Dörfern beeinträchtigt.“ Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) gaben bekannt, dass als Vergeltung für den Angriff ein US-Stützpunkt in Bahrain mit Raketen beschossen wurde.
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Der iranische Außenminister Abbas Araghchi reagierte empört auf die Luftangriffe der USA und Israels auf den Iran, bei denen eine Meerwasserentsalzungsanlage auf der Insel Qeschm in der Provinz Hormozgan ins Visier genommen wurde.
Araghchi erklärte in einem Beitrag auf seinem Social-Media-Kanal: „Die USA haben ein offenes und verzweifeltes Verbrechen begangen, indem sie eine Meerwasserentsalzungsanlage auf der Insel Qeschm angegriffen haben. Infolge dieses Angriffs wurde die Wasserversorgung von 30 Dörfern beeinträchtigt.
Angriffe auf die Infrastruktur des Iran sind ein gefährlicher Schritt, der schwerwiegende Folgen haben kann. Diesen Präzedenzfall hat nicht der Iran, sondern die USA geschaffen.“
Vergeltung durch die IRGC
Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) kündigten nach dem Angriff eine Vergeltungsmaßnahme gegen den US-Stützpunkt in Bahrain an. In der Erklärung hieß es: „Als Reaktion auf den Angriff der USA von ihrem Stützpunkt in der Region Juffair auf die Meerwasserentsalzungsanlage in Qeschm wurde besagter US-Stützpunkt mit präzisionsgelenkten Raketen mit Fest- und Flüssigtreibstoff beschossen.“
Angriff auf Entsalzungsanlage in Qeschm
Der stellvertretende Gouverneur von Hormozgan, Ahmed Nafisi, hatte gestern Abend erklärt, dass die Meerwasserentsalzungsanlage der Mapna Water and Electricity Company auf der Insel Qeschm Ziel von US-amerikanischen und israelischen Angriffen geworden sei. Nafisi gab an, dass die Anlage täglich 12 bis 15 Tausend Liter Wasser liefere und einen Teil des Wasserbedarfs der Insel Qeschm sowie der umliegenden Dörfer decke. Er fügte hinzu, dass es nach dem Angriff in etwa 30 Dörfern in den Regionen Markazi, Hara und Schahab zu Problemen bei der Wasserversorgung gekommen sei.