Araktschi warnt vor Gefahr radioaktiver Verseuchung in der Region: Israelische Angriffe

Der iranische Außenminister Abbas Araktschi hat in einem Schreiben an UN-Generalsekretär Antonio Guterres und den Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO), Rafael Grossi, den israelischen Angriff auf das iranische Kernkraftwerk Buschehr verurteilt und erklärt, dass diese Situation die gesamte Region der Gefahr einer radioaktiven Verseuchung aussetze.

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Der iranische Außenminister Abbas Araktschi hat ein Schreiben an den UN-Generalsekretär Antonio Guterres und die Mitglieder des UN-Sicherheitsrates gerichtet, in dem er den israelischen Angriff auf das iranische Kernkraftwerk Buschehr verurteilt. In dem Brief, von dem auch eine Kopie an den Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO), Rafael Grossi, gesandt wurde, warnte Araktschi davor, dass Angriffe auf die Atomanlagen seines Landes schwerwiegende humanitäre und ökologische Folgen haben könnten.

Der iranische Außenminister erklärte, dass die USA und Israel friedliche und unter IAEO-Aufsicht stehende Atomanlagen im Iran ins Visier nähmen. Er betonte insbesondere, dass die Angriffe in der Umgebung des aktiven Kernkraftwerks Buschehr ein „ernsthaftes Risiko für radiologische Lecks“ darstellten. Araktschi bezeichnete die Angriffe als rechtswidrig und hielt fest, dass diese die gesamte Region der Gefahr einer radioaktiven Verseuchung aussetzten und die internationale Gemeinschaft gegenüber diesen Entwicklungen nicht gleichgültig bleiben dürfe.

Araktschi kritisierte den UN-Sicherheitsrat und die IAEO dafür, keine wirksamen Schritte gegen die genannten Angriffe zu unternehmen, und erklärte, dass dies die angreifenden Parteien ermutige. Er bekräftigte, dass Angriffe in der Nähe einer aktiven Atomanlage „inakzeptabel“ seien und ein ernstes Risiko für eine radiologische Ausbreitung darstellten.

Betroffene Gebiete hervorgehoben

In dem Schreiben wurde mitgeteilt, dass es in den letzten Wochen zu verschiedenen Angriffen auf Atomanlagen im Iran gekommen sei. Demnach wurde am 1. März die Atomanlage Natanz zweimal ins Visier genommen, während am 17. März ein Gebäude in 350 Metern Entfernung vom Kernkraftwerk Buschehr getroffen wurde. Am 21. März wurden neue Angriffe auf Natanz verübt, und am 24. März schlug eine Rakete in der Umgebung von Buschehr ein. Zudem wurde angegeben, dass das Kernkraftwerk Buschehr am 27. März zum dritten Mal angegriffen wurde und am selben Tag auch die Schwerwasseranlage in Hendab sowie die Uranverarbeitungsanlage Schahid Ahmadi-Roschan Ziel von Angriffen waren.

4. Angriff auf das Kernkraftwerk Buschehr

Iranische Medien hatten berichtet, dass bei den heutigen israelischen Angriffen eine Rakete in der Nähe des Geländes des Kernkraftwerks Buschehr eingeschlagen sei. Während eines der Nebengebäude des Kraftwerks beschädigt wurde, wurde gemeldet, dass ein Sicherheitsmitarbeiter des Kraftwerks ums Leben gekommen sei. Ersten Untersuchungen zufolge habe der Angriff die Hauptbereiche des Kraftwerks nicht beschädigt und der Betriebsprozess sei nicht beeinträchtigt worden.