Armeniens Premierminister Paschinjan äußert sich skandalös zu den Ereignissen von 1915: „Große Katastrophe...“

Die Verwendung der Begriffe „Große Katastrophe (Meds Yeghern)“ und „Massaker“ durch den armenischen Premierminister Nikol Paschinjan in Bezug auf die Ereignisse von 1915 hat in Armenien für Diskussionen gesorgt.

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Premierminister Paschinjan veröffentlichte auf seiner persönlichen Facebook-Seite eine Rede zum Thema „Sozialpsychologie der Republik Armenien“, die für die politische Schule seiner Regierungspartei „Zivilvertrag“ vorbereitet worden war.

Paschinjan, der argumentierte, dass die Zwangsumsiedlung der Armenier in den Iran durch den iranischen Schah Abbas zu Beginn des 17. Jahrhunderts tiefgreifende Auswirkungen auf die Sozialpsychologie des Volkes gehabt habe, ging dabei auch auf die Ereignisse von 1915 ein.

Anstelle des in Armenien üblichen Begriffs „Völkermord“ verwendete Paschinjan für die Ereignisse von 1915 die Begriffe „Große Katastrophe (Meds Yeghern)“ und „Massaker“.

Die Worte von Paschinjan, die innerhalb kurzer Zeit auf Kritik aus Oppositionskreisen stießen, wurden zum landesweiten Gesprächsthema.

Auf die gegen ihn gerichtete Kritik hat Paschinjan bisher nicht reagiert.