Armeniens Premierminister Paschinjan: 'Türken haben keinen Völkermord an Armeniern begangen'
Der armenische Premierminister Nikol Paschinjan erklärte zu den Ereignissen von 1915, dass die Behauptung eines angeblichen Völkermords von der UdSSR in die Welt gesetzt worden sei. Paschinjan sagte: "Die Völkermord-Behauptung wurde von der UdSSR erfunden, um die Beziehungen zwischen der Türkei und Armenien zu verschlechtern."
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Armeniens Premierminister Nikol Paschinjan sorgt mit seinen jüngsten, bemerkenswerten Äußerungen weiterhin für Aufsehen.
Während eines Treffens, das unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand, legte Paschinjan eine Haltung an den Tag, die mit den bisherigen Narrativen zu den Ereignissen von 1915 bricht.
In seinen Ausführungen während des Treffens behauptete Paschinjan, dass die Türken keinen Völkermord an den Armeniern begangen hätten.
Mit den Worten "Es wurde kein Völkermord an den Armeniern begangen" vermied er es, die Türkei in dieser Angelegenheit zu beschuldigen, und betonte, dass die Völkermord-Behauptung von der Sowjetunion erfunden worden sei.
DIE 'UDSSR'-BEHAUPTUNG
Paschinjan äußerte sich wie folgt: "Die Völkermord-Behauptung wurde von der UdSSR erfunden, um die Beziehungen zwischen der Türkei und Armenien zu verschlechtern."
Diese markanten Worte Paschinjans finden insbesondere in der russischen Presse ein breites Echo. Es wird erwartet, dass diese Erklärungen die politischen und historischen Spannungen in der Region weiter verschärfen und eine neue Welle der Debatte in den Beziehungen zwischen der Türkei und Armenien auslösen könnten.
WER SAGTE WAS ÜBER DIE EREIGNISSE VON 1915?
Der ehemalige Präsident der Türkischen Historischen Gesellschaft, Prof. Dr. Yusuf Halaçoğlu, erklärte in seiner Rede auf dem von der Trakya-Universität online veranstalteten Panel 'Armenische Behauptungen und historische Fakten', dass die Behauptungen eines armenischen Völkermords durch historische Dokumente widerlegt seien.
Halaçoğlu betonte, dass die Armenier die Völkermord-Behauptungen seit jeher unter der Anleitung westlicher Staaten auf der Tagesordnung hielten, und sagte: "Als Ergebnis einer propagandistischen Bewegung, die wissenschaftliche Forschungen beiseite lässt und nur aus politischen Überlegungen handelt, treten die Armenier mit Behauptungen auf, sie seien 1915 einem Völkermord unterzogen worden, wobei einige von 1,5 Millionen, andere von 2 Millionen ermordeten Armeniern sprechen. Es gibt eine Behauptung, und daneben gibt es die Fakten. Wer diese Fakten ignoriert, betreibt reine Politik."
'WEIL SIE ANGST HATTEN...'
Prof. Dr. Justin McCarthy wies darauf hin, dass die Armenier, die während des Ersten Weltkriegs nach Transkaukasien flohen, nicht auf Druck des Osmanischen Reiches in die Region gegangen seien, sondern aus eigenem Willen. Er bewertete dies wie folgt: "Diese Armenier gingen nach Transkaukasien, weil sie Angst hatten. Schließlich hatten die Armenier einen großen Teil der Bevölkerung, allen voran die Kurden, getötet und gewaltsam vertrieben, und sie erkannten, dass sie leiden würden, wenn sie beim Abzug der Russen zurückblieben. Die Kurden würden sich rächen. Und das ist absolut wahr. Also flohen sie."
'NICHTS ANDERES ALS FIKTION'
Der russische Historiker Oleg Kusnezow wies darauf hin, dass Armenier zahlreiche Dissertationen an russischen Schulen geschrieben hätten, mit denen sie das Stattfinden eines Völkermords nicht hätten bestätigen können, und sagte: "Die Armenier wissen, dass es unmöglich ist, die Gültigkeit dieses Propagandabegriffs (Völkermord) mit historischen und rechtlichen Dokumenten zu belegen. Deshalb sind die Behauptungen eines angeblichen armenischen Völkermords nichts anderes als Fiktion."