Außenminister Hakan Fidan äußert sich zu Trump: 'Der Geist ist aus der Flasche'

In einem Interview mit der ausländischen Presse bewertete Fidan die Wiederwahl Trumps und kommentierte die Möglichkeit eines US-Truppenabzugs aus Europa. Fidan ging auch auf die Angriffe Israels auf Syrien ein und bezeichnete diese als 'offene Provokation'. Fidan erklärte, dass die Türkei im Falle einer Auflösung der NATO einem neuen Sicherheitspakt beitreten wolle.

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In einem Interview mit einem in Großbritannien ansässigen Medienhaus äußerte sich Außenminister Hakan Fidan zur internationalen Sicherheitspolitik der Türkei. Fidan merkte an, dass die Türkei im Falle einer Auflösung der NATO das Ziel verfolge, einem neuen Sicherheitspakt beizutreten, und wies zudem auf die Sicherheitskrise hin, mit der Europa konfrontiert ist.

Fidan äußerte sich zur Wahl von Donald Trump zum Präsidenten und erklärte, dass die US-Armee aus Europa abgezogen werden könnte. Laut Fidan könnte die von Trump ins Spiel gebrachte Option eines Truppenabzugs aus Europa, selbst wenn sie heute nicht umgesetzt werde, in Zukunft erneut auf die Tagesordnung kommen. In Bezug auf die Wiederwahl von Donald Trump in den USA sagte Fidan: 'Der Geist ist aus der Flasche und es gibt keinen Weg, ihn wieder hineinzubekommen.'

Im Interview mit der Financial Times (FT) äußerte sich Fidan zur Außenpolitik der Türkei und zum Weltgeschehen. Fidan betonte, dass die Welt 'gefährliche und schwierige Zeiten durchlebe', und rief zur Stabilisierung im Nahen Osten auf. Der Außenminister merkte an, dass die Türkei sich für Frieden und Stabilität in der Region einsetze.

Fidan erklärte, dass ähnliche Politiken in Bezug auf die Sicherheit Europas auch in Zukunft fortgesetzt werden könnten, und äußerte sich wie folgt:

''Selbst wenn Präsident Trump derzeit entscheidet, nicht aus Europa abzuziehen, ist es möglich, dass ein späterer Staatschef mit denselben Ansichten ähnliche Schritte unternimmt.''

Fidan ging auch auf die Angriffe Israels im Süden Syriens ein und äußerte sich wie folgt:

'Die anhaltenden Angriffe und die militärische Aktivität am Boden sind eine offene Provokation. Israel betrachtet arabische und muslimische Länder als Bedrohung, und das ist ein äußerst gefährlicher Ansatz. Die Strategie, alle angrenzenden Staaten schwach zu halten, ist inakzeptabel.'

Seit dem Sturz des Baath-Regimes am 7. Dezember hat Israel das Gebiet bis zu 20 Kilometer vor Damaskus eingenommen. Die israelische Luftwaffe bombardierte zudem zahlreiche Gebiete nördlich von Damaskus.

''SDG IST DER EINGESCHWORENE FEIND DER TÜRKEI''

Zum Kampf gegen PKK/YPG und IS betonte Fidan, dass die Terrororganisation PKK/YPG, die in Syrien den Namen SDG verwendet, der ''eingeschworene Feind der Türkei'' sei. Fidan erklärte, dass man der Terrororganisation nicht erlauben werde, ihre Aktivitäten fortzusetzen, und fügte hinzu, dass die Türkei bei Bedarf die von der PKK/YPG kontrollierten Lager und Gefängnisse übernehmen könne.

Fidan ging auch auf den Kampf der Türkei gegen den IS ein und fügte hinzu:

''Dies ist eine Frage von Geheimdiensten und Luftstreitkräften. Wenn wir als Nachbarn Syriens unsere eigene regionale Plattform bilden können, können wir den Kampf gegen den IS auch dann fortsetzen, wenn die USA abziehen.''