Barcelona gibt Abbruch der Beziehungen zu Israel bekannt
Die Stadtverwaltung von Barcelona hat die Ereignisse im Gazastreifen verurteilt und die Aussetzung aller institutionellen Beziehungen zu Israel erklärt.
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Die Stadtverwaltung von Barcelona hat die Ereignisse im Gazastreifen als "inhuman" eingestuft und beschlossen, alle institutionellen Beziehungen zu Israel zu beenden.
Der Stadtrat erklärte, dass die Beziehungen zu Israel ausgesetzt und das Städtepartnerschaftsabkommen mit Tel Aviv eingefroren werden, bis das Völkerrecht respektiert wird.
Die stellvertretende Bürgermeisterin Maria Eugenia Gay bezeichnete die Lage im Gazastreifen als "barbarisch und unerträglich" und sagte: "Diese Situation ist eine Herausforderung für westliche Werte, und die Stadtverwaltung von Barcelona unterstützt den internationalen Druck."
Die Entscheidung wurde von der Sozialistischen Partei Kataloniens (PSC), den Comuns und der Republikanischen Linken Kataloniens (ERC) unterstützt, während sich die rechten Parteien enthielten. Der Beschluss enthält Punkte wie die Beendigung der Zusammenarbeit mit israelnahen Unternehmen, das Verbot israelischer Stände auf der Messe Barcelona sowie ein Waffenembargo.
Die Stadtverwaltung von Barcelona verurteilte die Todesopfer im Gazastreifen, die Blockade humanitärer Hilfe und die Ausweitung der Siedlungen im Westjordanland. Zudem wurden die Annexion palästinensischer Gebiete und die gewaltsame Vertreibung kritisiert.
Im Februar 2023 war unter der ehemaligen Bürgermeisterin Ada Colau ein ähnlicher Beschluss gefasst worden, doch der neue Bürgermeister Jaume Collboni hatte die Beziehungen zu Tel Aviv wieder aufgenommen. Auch die katalanische Regionalregierung hatte kürzlich aus Protest gegen die israelischen Militäroperationen im Gazastreifen beschlossen, ihre Vertretung in Tel Aviv zu schließen.