Bauern in Rumänien liefern sich Zusammenstöße mit Sicherheitskräften: 24 Verletzte

In der rumänischen Hauptstadt Bukarest kam es bei einem Protest von Landwirten und Viehzüchtern zu Zusammenstößen mit Sicherheitskräften. Dabei wurden 24 Personen verletzt und 26 festgenommen.

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Tausende Landwirte und Viehzüchter aus ganz Rumänien versammelten sich auf dem Victoriei-Platz in der Hauptstadt Bukarest, um gegen den Stopp des Exports von lebenden Kleintieren aufgrund von Tierkrankheiten, die Unzufriedenheit mit Entschädigungszahlungen nach Keulungsmaßnahmen sowie das Misstrauen gegenüber den Veterinärbehörden zu protestieren.

Die Demonstranten forderten die Regierung auf, die Verbote für den Export von lebenden Tieren aufzuheben. Im Rahmen der Demonstration wurde zudem gegen die unzureichende staatliche Unterstützung, steigende Steuern und die finanzielle Belastung des Agrarsektors protestiert.

Die Demonstranten verteilten sich in Gruppen an verschiedenen Punkten des Platzes, um den Fahrzeugverkehr zu blockieren. Die Sicherheitskräfte setzten Tränengas ein, um gegen die Demonstranten vorzugehen. Während des Protests kam es zu Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten, nachdem einige Teilnehmer Flaschen und ähnliche Gegenstände auf die Einsatzkräfte geworfen hatten und eine Gruppe versuchte, die Sicherheitsabsperrung zu durchbrechen.

Bei den Vorfällen wurden 24 Personen verletzt, vier davon mussten zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Gendarmerie von Bukarest gab bekannt, dass im Zusammenhang mit den Ereignissen 26 Personen festgenommen wurden.

"Aggression und Vandalismus müssen streng bestraft werden"

Der Bürgermeister von Bukarest, Nicușor Dan, veröffentlichte eine Erklärung zu der Demonstration und sagte: "Ich verurteile jeden Versuch, einen legitimen Protest in Straßenschlachten zu verwandeln, aufs Schärfste. Akte der Aggression und des Vandalismus müssen streng bestraft werden. Die Anstiftung zur Gewalt und die Versuche verantwortungsloser Politiker, die sozialen Spannungen zu verschärfen, sind inakzeptabel."

George Simion, Vorsitzender der oppositionellen rechtsextremen Allianz für die Einheit der Rumänen (AUR), warf der Gendarmerie hingegen den Einsatz unverhältnismäßiger Gewalt vor und argumentierte, dass die Ereignisse ein Zeichen dafür seien, dass die Geduld der Menschen gegenüber der Regierung am Ende sei.