BBC-Korrespondent Mark Lowen aus der Türkei ausgewiesen: Vorwurf der „Gefährdung der öffentlichen Ordnung“

Bei den Protesten, die nach der Ingewahrsamnahme des CHP-Präsidentschaftskandidaten und Bürgermeisters von Istanbul (İBB), Ekrem İmamoğlu, ausbrachen, verfolgten zahlreiche Journalisten nationaler und internationaler Medien die Ereignisse vor Ort. Sieben Journalisten, die ihrer Arbeit nachgingen, wurden aufgrund von Fotos, die sie während der Proteste aufgenommen hatten, festgenommen. Während die sieben inhaftierten Journalisten nach Einspruch ihrer Anwälte wieder freigelassen wurden, wurde berichtet, dass der BBC-Korrespondent Mark Lowen, der die Ereignisse verfolgte, des Landes verwiesen wurde.

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Der BBC-Korrespondent Mark Lowen wurde nach seiner Festnahme in Istanbul des Landes verwiesen. Die Behörden teilten mit, dass Lowen aufgrund einer angeblichen „Gefährdung der öffentlichen Ordnung“ ausgewiesen wurde.

Es wurde erklärt, dass Lowen festgenommen wurde, weil er die Entwicklungen nach der Ingewahrsamnahme von İmamoğlu verfolgte. Lowen, der über die Geschehnisse in Saraçhane für internationale Medien berichtete, wurde mit der Begründung festgenommen, er stelle eine Gefahr für die öffentliche Ordnung dar. In einer Erklärung der BBC wurde angegeben, dass Lowen vor seiner Ausweisung 17 Stunden lang festgehalten wurde.

Die CEO von BBC News, Deborah Turness, reagierte auf die Ausweisungsentscheidung mit den folgenden Worten:

„Dies ist ein äußerst beunruhigender Vorfall, und wir werden bei den türkischen Behörden vorstellig werden. Mark ist ein sehr erfahrener Korrespondent mit fundierten Kenntnissen über die Türkei, und kein Journalist sollte eine solche Behandlung erfahren, nur weil er seine Arbeit macht. Wir werden weiterhin unparteiisch und fair über die Ereignisse in der Türkei berichten.“

LOWEN BETONT PRESSEFREIHEIT

Die türkischen Behörden haben bisher keine offizielle Stellungnahme zu den Details der Ausweisungsentscheidung abgegeben. Es ist bekannt, dass Lowen zuvor fünf Jahre lang als Korrespondent in der Türkei tätig war und das Land gut kennt.

Lowen, der nach seiner Ankunft in London erklärte, er widerspreche der Ausweisungsentscheidung, äußerte sich wie folgt:

„Es war äußerst traurig, aus dem Land, in dem ich zuvor fünf Jahre gelebt habe und das ich sehr liebe, festgenommen und ausgewiesen zu werden. Pressefreiheit und unparteiischer Journalismus sind für jede Demokratie von grundlegender Bedeutung.“