„Behaupteter“ Putschversuch in Armenien vereitelt: 3 Personen festgenommen

Zwischen dem 18. und 19. September wurde eine Gruppe festgenommen und inhaftiert, die im Verdacht steht, einen Umsturz vorbereitet zu haben.

12punto

In Armenien wurden drei Personen festgenommen und inhaftiert, weil sie versucht haben sollen, einen Putsch gegen die Regierung von Paschinjan zu verüben. Zudem wurde gegen vier weitere Personen ein Haftbefehl erlassen.

Laut einer schriftlichen Erklärung des Armenischen Untersuchungsausschusses wurden im Zuge der Ermittlungen und Durchsuchungen Verfahren gegen sieben Personen eingeleitet. Diese stehen im Verdacht, Vorbereitungen zur illegalen Machtübernahme getroffen zu haben. Unter den Verdächtigen befinden sich fünf armenische Staatsbürger sowie zwei Personen aus der Region Bergkarabach, die Bürger der de-facto armenischen Republik Arzach waren.

Die Ermittlungen ergaben, dass diese Personen eine illegale Gruppierung bildeten, um die Macht gewaltsam an sich zu reißen und zu diesem Zweck die Befugnisse der Regierung der Republik Armenien durch Gewalt und Drohungen zu übernehmen.

STECKT RUSSLAND HINTER DEM PUTSCHVERSUCH?

Es wurde festgestellt, dass diese Personen im Jahr 2024 eine Vielzahl von Personen aus Armenien und dem ehemaligen Bergkarabach rekrutiert hatten, um die Regierung zu stürzen.

In der Erklärung des Untersuchungsausschusses hieß es, die Betroffenen seien nach Rostow am Don gebracht worden, wo sie sich Lügendetektortests unterziehen mussten, um festzustellen, ob Verbindungen zu armenischen Strafverfolgungsbehörden bestehen.

Premierminister Nikol Paschinjan während des Putschversuchs 2021 in Armenien (Quelle: AA)

BEHAUPTUNG: „AUSBILDUNG IN RUSSLAND ERHALTEN“

Es wurde festgestellt, dass die Personen ihren Kontakten monatlich 220.000 russische Rubel (etwa 2350 US-Dollar) zahlten, damit diese eine dreimonatige Ausbildung in Russland absolvierten.

Nach Angaben der armenischen Behörden wurden diese Personen in einem Militärstützpunkt namens „Arbat“ in Russland ausgebildet. Den für den Putsch ausgebildeten Personen wurde der Umgang mit schweren Waffen beigebracht; zudem erhielten sie Anweisungen, nach ihrer Rückkehr nach Armenien an Operationen teilzunehmen und weitere Personen auszubilden. Ihnen wurde im Militärstützpunkt Arbat mitgeteilt, dass sie für einen Staatsstreich ausgebildet würden.

Einige der zur Ausbildung verpflichteten Personen hätten sich geweigert, am Putsch teilzunehmen, und seien abgereist. Durch die Ermittlungen der Strafverfolgungsbehörden konnte der Putschversuch schließlich aufgedeckt werden.

Im Rahmen der Ermittlungen wurden drei Personen gerichtlich inhaftiert. Die Untersuchungen dazu, ob weitere Personen an dem Putschversuch beteiligt waren, dauern an.