Behauptungen über ausländische Militärbasis: Irakische Sicherheitskräfte starten umfassende Operation

Diskussionen über eine mutmaßliche geheime Militärbasis Israels in den Wüsten von Nadschaf und Kerbela haben sich durch eine groß angelegte Operation der irakischen Armee und schiitischer Milizen verschärft. Die Regierung in Bagdad hat die Zusammenstöße in der Region und die aktuelle Lage öffentlich kommentiert.

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Diskussionen über eine mutmaßliche geheime Militärbasis Israels in der Wüste von Nadschaf im Süden des Irak haben im Land eine neue Krise ausgelöst. Die irakische Regierung, die seit März Zusammenstöße mit unbekannten bewaffneten Gruppen gemeldet hatte, gab ihre erste offizielle Einschätzung zu der Region ab.

Bagdad bekräftigte seine Haltung, dass infolge der durchgeführten Untersuchungen und Operationen keine ausländischen Streitkräfte im Land stationiert seien, und erklärte: "Derzeit gibt es auf irakischem Boden keine ausländischen Stützpunkte oder Truppen."

UMFASSENDE OPERATION ZUR „SICHERHEITSGEWÄHRLEISTUNG“

Die irakischen Sicherheitskräfte und die Haschd asch-Schaʿbi starteten zuletzt am Dienstag eine umfassende "Operation zur Sicherung der Souveränität" in dem weiten Wüstengebiet zwischen Nadschaf und Kerbela. Der Kommandeur der Haschd asch-Schaʿbi für die Region Mittlerer Euphrat, Generalmajor Ali al-Hamdani, teilte mit, dass diese Operation insbesondere darauf abziele, die Sicherheit der Straße zwischen Kerbela und Nachib zu erhöhen.

Hamdani betonte, dass die Operation an vier Hauptfronten fortgesetzt werde, und erklärte: "Unsere Operationen laufen gemäß den Anweisungen des Oberbefehlshabers der irakischen Streitkräfte und unter der Aufsicht des Generalstabschefs, General Abd al-Amir Yarallah."

In einer Mitteilung des irakischen Verteidigungsministeriums wurde zudem festgehalten, dass Generalstabschef Yarallah persönlich in die Region Nachib gereist sei, um die Sicherheitsmaßnahmen vor Ort zu inspizieren.

Es wurde bekannt gegeben, dass irakische Sicherheitskräfte bei einem Zusammenstoß in der Wüste von Nadschaf im März auf "unbekannte und nicht autorisierte bewaffnete Elemente" gestoßen seien, wobei ein irakischer Sicherheitsangehöriger ums Leben kam und zwei weitere Personen verletzt wurden. Nach dem Vorfall hätten die irakischen Sicherheitskräfte in den vergangenen zwei Monaten Such- und Räumungsaktivitäten in der Region fortgesetzt, jedoch keine ausländische Militärpräsenz festgestellt.

Nach den aufkommenden Behauptungen wurden in sozialen Medien Videos und Fotos verbreitet, die angeblich Zusammenstöße irakischer Kräfte mit Personen zeigen, bei denen es sich um israelische Soldaten handeln soll. Zudem wurde berichtet, dass der in der Region als Hirte tätige Avvad al-Schammari "verdächtige militärische Aktivitäten" bemerkt und die Behörden gewarnt habe, wodurch das Thema in die Öffentlichkeit gelangte.

In Erklärungen, die sich auf einen Sicherheitsbeamten stützten, wurde behauptet, dass Israel eine während der Ära von Saddam Hussein aufgegebene Landebahn als Militärbasis genutzt habe. Dieselbe Quelle sagte: "Derzeit befinden sich keine Truppen mehr in der Region, aber es könnten Ausrüstungsgegenstände zurückgelassen worden sein."

Quellen, die angaben, es gebe keine klaren Informationen darüber, wie lange die israelischen Kräfte dort präsent waren oder was der genaue Grund für die Stationierung war, behaupteten zudem, dass die Operationen in Zusammenarbeit mit den USA organisiert worden seien.

AMERIKANISCHE QUELLEN: WASHINGTON WAR ÜBER DIE ENTWICKLUNGEN INFORMIERT

Einigen US-Beamten zufolge, wie am Wochenende in führenden amerikanischen Medien berichtet wurde, teilten diese die Behauptung, dass Israel eine geheime Anlage errichtet habe, um eine "vorgeschobene Operationsbasis" in der Nähe der iranischen Grenze zu schaffen.

Es wurde angegeben, dass in dieser Anlage israelische Spezialeinheiten und logistische Luftoperationen durchgeführt wurden und dass die US-Behörden über die Entwicklungen informiert waren. Zu den Behauptungen gehörte auch, dass der besagte Stützpunkt es Israel ermöglicht habe, während der Spannungen mit dem Iran nah am Einsatzort präsent zu sein, und dass er Such- und Rettungsteams für Notfalleinsätze beherbergt habe.

Die israelische Seite hat bisher keine offizielle Erklärung zu diesen aktuellen Diskussionen abgegeben.