Belarus-Erklärung zur NATO: 'Nuklearwaffen werden eingesetzt, der Dritte Weltkrieg beginnt'

Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko erklärte, dass im Falle eines Einmarsches von NATO-Truppen in die Ukraine der Dritte Weltkrieg ausbrechen werde. Er sagte: "In diesem Fall werden sowohl taktische als auch strategische Nuklearwaffen eingesetzt, und es wird sofort eine Reaktion von schrecklichem Ausmaß erfolgen."

İHA

Lukaschenko bewertete aktuelle Themen in einem Interview mit dem russischen Staatsfernsehsender "Rossiya".

Lukaschenko wies darauf hin, dass ukrainische Drohnen (UAVs) bereits zuvor den Luftraum seines Landes verletzt hätten, und betonte, dass dies wiederholt geschehen sei.

Lukaschenko erklärte, dass sie die notwendigen Maßnahmen gegen mögliche Bedrohungen aus der Ukraine ergriffen hätten und Minen sowie Soldaten an der belarussisch-ukrainischen Grenze stationiert hätten.

Lukaschenko bewertete die Möglichkeit, dass die NATO Truppen in die Ukraine entsendet, und sagte: "Wenn sie (die Westler) NATO-Truppen hineinschicken, wird der Dritte Weltkrieg beginnen. Denn in diesem Fall werden sowohl taktische als auch strategische Nuklearwaffen eingesetzt, und es wird sofort eine Reaktion von schrecklichem Ausmaß erfolgen."

Lukaschenko betonte, dass sie keine Eskalation der Lage wünschten und sagte: "Wir wollen keinen Krieg mit der NATO. Aber wenn sie das tun, bleibt uns keine andere Wahl. Es wird keine roten Linien mehr geben. Wir haben nur eine einzige Linie, und das ist die Staatsgrenze. Sobald sie die Grenze überschreiten, wird reagiert."

"ES MUSS SICH AN DEN VERHANDLUNGSTISCH ZUR UKRAINE-FRAGE GESETZT WERDEN"

Lukaschenko wies darauf hin, dass die ukrainische Armee am 6. August in das russische Gebiet Kursk eingedrungen sei, und bewertete: "Die Ukraine verschärft die Lage. Wenn es so weitergeht, könnte diese Eskalation in der Vernichtung der Ukraine enden."

Aus diesem Grund betonte Lukaschenko, dass Russland und die Ukraine die Friedensverhandlungen wieder aufnehmen sollten, und sagte, dass das im März 2022 in Istanbul ausgearbeitete Abkommen als Grundlage für die Verhandlungen dienen könne. Lukaschenko sagte: "Die Lage vor Ort hat sich geändert, aber man kann von dort aus beginnen. Man muss sich an den Verhandlungstisch setzen und die Angelegenheit klären. Eine solche Möglichkeit besteht."

Präsident Lukaschenko fuhr wie folgt fort:

"Sie (die Russen) sprechen manchmal von Nazis. Dort (in der Ukraine) gibt es keine Nazis mehr. Die Ukraine wurde von Nazis befreit. Es sind dort noch ein paar Nazis übrig, aber sie genießen kein Ansehen mehr. Heute hasst mehr als 70 Prozent der ukrainischen Bevölkerung Selenskyj. Denn Selenskyj hat seine Versprechen nicht gehalten, und deshalb sterben Menschen."

"AUSSER UNS BRAUCHT NIEMAND DIE ARMENIER"

Lukaschenko wies darauf hin, dass Armenien in letzter Zeit eine Politik der Annäherung an den Westen verfolge, und sagte: "Wer braucht die Armenier außer uns? Niemand braucht sie. Die Armenier müssen sich auf die Entwicklung ihrer eigenen Wirtschaft und auf das konzentrieren, was sie haben. Welches Frankreich, welcher (französische Präsident Emmanuel) Macron? Macron wird morgen nicht mehr da sein und jeder wird Armenien vergessen."

Alexander Lukaschenko wies darauf hin, dass die Länder der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) in Notfällen Russland und Belarus um Hilfe bitten.