Belarus-Führer Lukaschenko droht mit Atomwaffen: Wenn ihr uns angreift, setzen wir sie ein

Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko erklärte, dass sie Atomwaffen einsetzen würden, sobald Belarus von seinen Westgrenzen aus angegriffen wird.

12punto

Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko erläuterte bei einem Treffen mit Universitätsstudenten in Minsk, unter welchen Umständen sie Atomwaffen zum Schutz von Belarus und Russland einsetzen könnten.

Lukaschenko erinnerte daran, dass er bereits zuvor erklärt hatte, ein Angriff auf Belarus könne den Dritten Weltkrieg auslösen. Er betonte, dass der russische Präsident Wladimir Putin ihn bestätigt habe, indem er die Arbeit an einer "Änderung der Nukleardoktrin" ankündigte, die den Einsatz von Atomwaffen bei Angriffen auf Russland und sein Land ermöglicht.

Lukaschenko wies darauf hin, dass US-amerikanische und polnische Soldaten als NATO-Streitkräfte entlang der Westgrenzen von Belarus stationiert seien, und sagte: "Sobald sie uns angreifen, werden wir Atomwaffen einsetzen. Sie können uns darauf antworten."

'ICH BIN IN DIESER FRAGE EHRLICH UND OFFEN'

Lukaschenko erklärte, dass in einem solchen Fall auch ein Angriff gegen Russland erfolgen würde: "Somit wird auch Russland sein gesamtes Arsenal einsetzen. Das bedeutet einen Weltkrieg. Der Westen will das ohnehin nicht. Sie sind nicht darauf vorbereitet, aber wir sagen ihnen klar, dass unsere Staatsgrenzen unsere rote Linie sind. Wenn sie diese überschreiten, wird die Antwort sofort erfolgen. Wir bereiten uns darauf vor. Ich spreche in dieser Angelegenheit ehrlich und offen."

Der russische Präsident Wladimir Putin hatte am Vortag bei einem Treffen mit Mitgliedern des Sicherheitsrates zum Thema "nukleare Abschreckung" die "Aktualisierung der Grundlagen der staatlichen Politik im Bereich der nuklearen Abschreckung" erörtert. In diesem Rahmen hatte Putin mitgeteilt, dass sie einen Angriff eines Staates ohne Atomwaffen auf Russland, der unter Beteiligung und Unterstützung eines Staates mit Atomwaffen erfolgt, als gemeinsamen Angriff werten würden.

Putin hatte erklärt: "Wir behalten uns das Recht vor, Atomwaffen im Falle eines Angriffs auf Russland und Belarus einzusetzen. Dies gilt auch dann, wenn der Feind konventionelle Waffen einsetzt und damit eine kritische Bedrohung für unsere Souveränität darstellt."