Bericht der Europäischen Union veröffentlicht: Länder mit Diskriminierung gegen Schwarze identifiziert
Laut einer Untersuchung der Europäischen Union (EU) in 13 Mitgliedstaaten sind Schwarze am häufigsten in Deutschland und Österreich von Diskriminierung betroffen.
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Die Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA) mit Sitz in Wien, Österreich, hat ihren Bericht mit dem Titel „Being Black in the EU“ (Schwarzsein in der EU) veröffentlicht.
In dem Bericht wurde festgehalten, dass Schwarze afrikanischer Abstammung, die in 13 EU-Mitgliedstaaten leben, „am stärksten in Deutschland und Österreich diskriminiert werden“.
Mehr als 6.700 Menschen afrikanischer Abstammung, die in Österreich, Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Irland, Italien, Luxemburg, Polen, Portugal, Spanien und Schweden leben, wurden im Jahr 2022 zu Diskriminierungen befragt, denen sie aufgrund ihrer Hautfarbe, Herkunft oder Religion in ihren jeweiligen Ländern ausgesetzt waren.
77 Prozent der Teilnehmer aus Deutschland gaben an, in den letzten 5 Jahren Diskriminierung erfahren zu haben. Mit diesem Wert wurde festgestellt, dass Schwarze in Europa am häufigsten in Deutschland diskriminiert werden.
In Österreich berichteten 76 Prozent der Teilnehmer von Diskriminierungserfahrungen. Damit ist Österreich das Land, in dem Schwarze in Europa am zweithäufigsten diskriminiert werden.
Andererseits zeigte sich, dass der Anteil derjenigen, die die in Deutschland im letzten Jahr erlebte Diskriminierung meldeten, bei 9 Prozent lag, während dieser Wert in Österreich bei 5 Prozent lag.
47 Prozent aller Teilnehmer aus den 13 Ländern gaben an, in den 5 Jahren vor 2022 Diskriminierung erfahren zu haben.
Der Direktor der FRA, Michael O'Flaherty, erklärte im Vorwort des Berichts, dass das „wahre Ausmaß des Rassismus schockierend und beschämend“ sei.