Berichte über eine 'Vertrauenskrise' zwischen Netanjahu, Gallant und Halevi
Die Zeitung Yedioth Ahranoth hatte berichtet, dass es im "Krieg in Gaza" zwischen Premierminister Benjamin Netanjahu, Verteidigungsminister Yoav Gallant und Generalstabschef Herzi Halevi zu "Meinungsverschiedenheiten und einer Vertrauenskrise" gekommen sei.
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Das israelische Büro des Premierministers, das Verteidigungsministerium und der Generalstab wiesen die Behauptungen über eine "Vertrauenskrise an der Staatsspitze inmitten des Krieges" im blockierten Gazastreifen zurück und erklärten, es herrsche "enge und vollständige Harmonie" zwischen den Parteien.
Premierminister Benjamin Netanjahu, Verteidigungsminister Yoav Gallant und Generalstabschef Herzi Halevi erklärten in einer gemeinsamen Stellungnahme, dass sie "in ständiger, vollständiger und enger Zusammenarbeit stehen, um einen entscheidenden Sieg Israels über die Hamas zu erringen".
In der Erklärung, in der von "vollständigem und gegenseitigem Vertrauen" zwischen den Parteien die Rede ist, wurde die Presse zu verantwortungsbewusstem Handeln aufgerufen und dazu, "von haltlosen Berichten abzusehen, die die Einheit und die Streitkräfte schwächen könnten".
AUF MEINUNGSVERSCHIEDENHEITEN WURDE HINGEWIESEN
Die Zeitung Yediot Ahronot hatte unter Berufung auf israelische politische und militärische Quellen berichtet, dass es zwischen Netanjahu, Gallant und Generalstabschef Halevi zu Vertrauenskrisen gekommen sei, während die Bodenoffensive auf Gaza näher rückte.
Es wurde darauf hingewiesen, dass Netanjahu versuche, die Armee für die Geschehnisse verantwortlich zu machen, und dass die Führungsebene des Militärs zögerlich bei der Umsetzung der erteilten Befehle agiere.
Nachdem die Hamas am 20. Oktober zwei US-Geiseln freigelassen hatte, wurde berichtet, dass die USA politische Verhandlungen über die übrigen Geiseln forderten und Druck auf Israel ausübten, die Bodenoffensive gegen Gaza zu verschieben.
Es wurde mitgeteilt, dass Netanjahu sich gegen die Empfehlung von Verteidigungsminister Gallant und der militärischen Führungsebene ausgesprochen habe, einen präventiven Luftangriff gegen die Hisbollah im Libanon durchzuführen.
Es wurde darauf hingewiesen, dass Netanjahu nicht in der Lage war, den Befehl für einen Angriff auf den Libanon zu erteilen, da die USA ihre umfangreiche militärische Unterstützung sowie die Entsendung von Flugzeugträgern an die Bedingung knüpften, dass die Hisbollah den Krieg beginne.
Es wurde festgehalten, dass ein Minister, der anonym bleiben wollte, gegenüber der Zeitung den Begriff "feige" für Netanjahu verwendete.
Die Erklärung des israelischen Armeesprechers Daniel Hagari auf einer Pressekonferenz, dass die Armee für eine Bodenoffensive bereit sei und "auf den Befehl der politischen Führung warte", wurde ebenfalls als Anspielung auf Netanjahus zögerliches Verhalten interpretiert.
MINISTER WILL ANGRIFF AUF DEN LIBANON
Es wird darauf hingewiesen, dass die Meinungsverschiedenheiten zwischen dem israelischen Premierminister und Verteidigungsminister Yoav Gallant, die bereits in der Vergangenheit bestanden, durch die aktuelle Krise erneut zutage getreten sind.
Es heißt, dass das eigentliche Ziel von Verteidigungsminister Gallant, den Netanjahu im März entlassen, aber nach Protesten auf der Straße wieder eingesetzt hatte, darin bestehe, zuerst im Norden gegen die Hisbollah zu kämpfen.
Es wurde berichtet, dass Netanjahu, der sich gegen diesen Wunsch Gallants stellte, dem Verteidigungsminister untersagt habe, diese Ansichten an amerikanische Beamte weiterzugeben.
Es wird eingeschätzt, dass sich die Beziehungen zwischen den Parteien verschlechtert haben, da Netanjahu sich darauf vorbereite, Gallant und Halevi nicht nur für militärische Manöver, sondern auch für den "politischen Sturm, der danach folgen wird", verantwortlich zu machen.
Es wurde betont, dass man sich in einer Sackgasse bezüglich der israelischen Geiseln in der Hand der Hamas befinde und die "Regierung Schwierigkeiten habe, in grundlegenden Fragen einen Konsens zu erzielen".
ARMEE STEHT DEM SKEPTISCH GEGENÜBER
Es wird berichtet, dass das von Netanjahu und Gallant öffentlich verkündete Ziel, "die Hamas zu vernichten", von der israelischen Armee "skeptisch bewertet" werde.
Es wurde auf die Aussage des israelischen Generalstabschefs Halevi aufmerksam gemacht, dass "die Armee die gesamte organisatorische Infrastruktur unter dem Befehl des militärischen Hamas-Führers Yahya Sinwar zerschlagen werde".
Die Zeitung Yedioth Ahranoth betonte, dass nicht geklärt sei, ob dies nur für die Stadt Gaza oder den gesamten Gazastreifen gelte, und dass nicht festgelegt sei, wann Armee und Regierung entscheiden würden, dass sie den "Krieg gewonnen" hätten.
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