Berichten zufolge verhandeln die USA mit der Übergangsregierung über Anteile an venezolanischen Ölfeldern

Laut Axios führt die Trump-Regierung Gespräche mit Caracas, um Anteile an einigen für die Produktion erschlossenen Ölfeldern in Venezuela zu erwerben.

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Die Regierung von US-Präsident Donald Trump soll Berichten zufolge Gespräche mit der Übergangsregierung Venezuelas führen, um Anteile an bedeutenden Ölressourcen des Landes zu erwerben. Wie Axios berichtet, umfassen die Verhandlungen nicht die gesamten nachgewiesenen Reserven Venezuelas, sondern mehr als ein Dutzend Ölfelder, die bereits für die Produktion erschlossen sind.

In dem Bericht wird darauf hingewiesen, dass diese Felder über nachgewiesene Reserven von etwa 90 Milliarden Barrel verfügen. Die gesamten nachgewiesenen Ölreserven Venezuelas werden auf rund 300 Milliarden Barrel geschätzt. Ein US-Beamter kommentierte das mögliche Abkommen mit den Worten: „Dieses Abkommen als ‚groß‘ zu bezeichnen, wäre eine Untertreibung. Es ist ein gigantisches Abkommen.“

Hintergrund der Gespräche sind die Schwankungen bei der globalen Ölversorgung und der Preisdruck. Dem Bericht zufolge haben die durch die Kriege im Iran und in der Ukraine verursachten Unsicherheiten auf den Energiemärkten Washingtons Bemühungen um die Sicherheit der Ölversorgung beschleunigt. Zudem wurde mitgeteilt, dass sich die strategische Erdölreserve der USA auf dem niedrigsten Stand seit 40 Jahren befindet.

Das geplante Modell sieht vor, dass den USA Eigentumsanteile an bestimmten Feldern übertragen werden, während im Gegenzug private Unternehmen – einschließlich US-amerikanischer Firmen – diese Felder erschließen sollen. Damit soll das Ziel verfolgt werden, die Öleinnahmen Venezuelas zu steigern.

Ein weiterer Beamter, der gegenüber Axios sprach, betonte, dass das Weiße Haus versuche, den Nutzen des Abkommens für das venezolanische Volk hervorzuheben: „Wir tun unser Bestes, um zu zeigen, dass dies dem venezolanischen Volk zugutekommen wird, denn das wird es tatsächlich.“

Dem Bericht zufolge werden die Gespräche von US-Außenminister Marco Rubio und der als venezolanische Übergangspräsidentin bezeichneten Delcy Rodriguez geführt. Es wurde vermerkt, dass hochrangige Beamte der US-Außen- und Verteidigungsministerien im vergangenen Monat Details mit ihren Amtskollegen in Caracas erörtert haben und dass der stellvertretende Stabschef des Weißen Hauses, Stephen Miller, ebenfalls eine wichtige Rolle in dem Prozess spielt.

Wann das Abkommen abgeschlossen sein wird, ist noch unklar. Es wurde berichtet, dass US-Energieminister Chris Wright die Möglichkeit prüft, nächste Woche nach Venezuela zu reisen, um Wege zur Steigerung der Ölproduktion durch US-Unternehmen zu erörtern.