Berufungsverfahren der Halkbank in New York verhandelt
Die Anhörung im Berufungsverfahren der Halkbank, in dem die Bank unter Berufung auf den „Foreign Sovereign Immunities Act“ (FSIA) Immunität vor Strafverfolgung geltend macht, fand in New York statt.
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An der Anhörung vor dem Second Circuit Court of Appeals, an der Richter Jose Cabranes per Videokonferenz teilnahm, nahmen neben den weiteren Richtern des Gremiums, Amalya Kearse und Joseph Bianco, auch die Staatsanwaltschaft für den südlichen Bezirk von New York sowie die Anwälte der Halkbank teil.
Den Parteien wurde Zeit eingeräumt, ihre Argumente und Verteidigungsansätze mündlich vor dem Gericht vorzutragen. Während die Staatsanwaltschaft erklärte, dass die Halkbank unter dem FSIA keine Immunität genieße, betonten die Anwälte der Bank, dass die Aktivitäten der Halkbank in der Türkei stattgefunden hätten und nach dem Gewohnheitsrecht keine Anklage gegen ein Unternehmen im Besitz eines fremden Staates erhoben werden dürfe.
ENTSCHEIDUNG WIRD ZU EINEM SPÄTEREN ZEITPUNKT BEKANNT GEGEBEN
Die Parteien beantworteten zudem Fragen zu ihren Vorwürfen und Verteidigungsargumenten. Das Gericht teilte mit, dass die Entscheidung zu einem späteren Zeitpunkt verkündet werde.
Der Oberste Gerichtshof der USA, die letzte juristische Instanz, hatte im April letzten Jahres entschieden, dass der „Foreign Sovereign Immunities Act“ nicht auf Strafverfahren anwendbar sei, das Second Circuit Court of Appeals jedoch angewiesen, den Einspruch der Halkbank auf Grundlage des Gewohnheitsrechts erneut zu prüfen.
Sollte das Second Circuit Court of Appeals dem Berufungsantrag der Halkbank stattgeben, wird der Fall geschlossen. Sollte das Gericht jedoch gegen die Halkbank entscheiden, wird das Verfahren gegen die Bank vor dem Bezirksgericht für den südlichen Bezirk von New York fortgesetzt.