Beunruhigende Warnung griechischer Geowissenschaftler: Alarm wegen Vulkanausbruch auf Santorin... Magma übt Druck auf die Oberfläche aus

Seismologen haben vor der anhaltenden seismischen Aktivität auf den griechischen Inseln gewarnt. Unterwasseruntersuchungen auf Santorin haben ergeben, dass Magma in der Region Druck auf die Oberfläche ausübt. Experten wiesen darauf hin, dass dieser Prozess ein Erdbeben der Stärke 6 auslösen könnte.

12punto

12punto AUSLANDSNACHRICHTEN

Die griechischen Seismologen Dimitris Papanikolaou und Kostas Papazachos, die die Erdbeben in der Ägäis vor Ort beobachten, haben Informationen zur aktuellen Lage auf Santorin gegeben. Die Wissenschaftler erklärten, dass die Aktivität auf und um Santorin mit einem Anstieg des Magmadrucks zusammenhänge.

Der Seismologe Kostas Papazachos, der die Situation bewertete, erklärte, dass die Erdkruste der Ägäis einem Druck ausgesetzt sei, der vom Magma ausgehe. Papazachos sagte: 'Das heiße Material (Magma) unter der Erdkruste übt Druck aus, um an die Oberfläche zu gelangen.'

Wie die Zeitung Kathimerini berichtet, betonte Papazachos, dass eine Magmabewegung in diesem Ausmaß in der Region bisher nicht beobachtet worden sei. Er bezeichnete die aktuelle Situation als 'beispielloses Ereignis' und äußerte sich wie folgt:

''Stellen wir uns ein Ei vor. Die Schale, auf der wir leben, ist die Kruste der Ägäis, und man kann sagen, dass es im Inneren des Eiweißes an vielen Stellen heißes Material gibt, das die Oberfläche erreichen will.''

MAGMABEWEGUNG KÖNNTE ZU SCHWEREN ERDBEBEN FÜHREN

Der Seismologe Dimitris Papanikolaou gab an, dass ein Magmaabschnitt in der Region aus unbekannten Gründen in Bewegung geraten sei. Papanikolaou erklärte, dass sich die Magmabewegung mit tektonischen Kräften verbinde, was einen zusätzlichen Druck auf die Verwerfungslinien ausübe und zu Brüchen führen könne.

Papanikolaou unterstrich, dass das größte Risiko in der Möglichkeit bestehe, dass durch den Magmadruck stärkere Erdbeben ausgelöst werden, und äußerte sich wie folgt:

''In der Nähe von Anhydros befindet sich in etwa 8-10 Kilometern Tiefe ein Abschnitt aus magmatischem Material. Dieser Abschnitt ist aktiviert, aber die aus hartem Gestein bestehende Kruste erschwert es dem Magma derzeit, die Oberfläche zu erreichen. Sollte auch die Anhydros-Verwerfung, die sich in der Nähe bereits zuvor gebrochener Verwerfungen befindet, brechen, könnte ein Erdbeben der Stärke 6 entstehen.''

Andererseits wurde in einem Bericht aus dem Jahr 2023 hervorgehoben, dass am Meeresboden südwestlich von Santorin ein Risiko für Erdrutsche bestehe. Experten wiesen zudem darauf hin, dass ein Erdbeben in der Region eine Tsunami-Gefahr bergen könnte.