Bewaffneter Angriff auf Impfhelfer: Ärzte in Pakistan erneut im Visier

Im Nordwesten Pakistans wurde ein Team, das Impfungen gegen Kinderlähmung durchführte, Ziel eines bewaffneten Angriffs. Bei dem Vorfall kamen zwei Menschen ums Leben.

AA

Bei einem bewaffneten Angriff auf medizinisches Personal, das im Nordwesten Pakistans eine Impfkampagne durchführte, sind zwei Menschen ums Leben gekommen.

Wie pakistanische Medien berichten, ereignete sich der Angriff auf die Polio-Impfhelfer im Dorf Salarzai im Bezirk Bajaur, der in der Provinz Khyber Pakhtunkhwa an der Grenze zu Afghanistan liegt.

Sicherheitskräfte teilten mit, dass bei dem Schusswaffenangriff ein Polizist und ein Mitarbeiter des Gesundheitsteams getötet wurden. Bisher hat sich niemand zu dem Anschlag bekannt.

Polio-Fälle, die dank effektiver Impfkampagnen in vielen Ländern ausgerottet oder weitgehend reduziert wurden, treten derzeit weiterhin in Afghanistan und Pakistan auf, wo der Zugang zu Impfstoffen eingeschränkt ist.

Die in Pakistan häufig vorkommenden Angriffe auf medizinisches Personal behindern zudem die Impfkampagnen.

Pakistan hatte zu Beginn der Woche eine neue Polio-Impfkampagne gestartet und angekündigt, dass 30 Millionen Kinder geimpft werden sollen.