Biden sagte, die israelische Regierung müsse sich ändern
US-Präsident Biden erklärte, Israel beginne, die Unterstützung der Welt in der Gaza-Frage zu verlieren
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Biden bewertete bei einer nicht-öffentlichen Spendenveranstaltung in Washington die Angriffe Israels auf Gaza und die Zukunft der Regierung Netanjahu. Den Notizen der Korrespondenten des Weißen Hauses zufolge stellte Biden fest, dass Israel aufgrund seiner unterschiedslosen Angriffe in Gaza beginne, die Unterstützung der Welt zu verlieren.
Biden beschrieb die Regierung Netanjahu als die "konservativste Regierung in der Geschichte Israels" und äußerte, dass diese Führung auch keine Zwei-Staaten-Lösung für das israelisch-palästinensische Problem unterstütze. Biden betonte, dass Netanjahu seine Regierung ändern und stärken müsse, um eine langfristige Lösung für den israelisch-palästinensischen Konflikt zu erreichen.
Biden, der am Morgen ein Telefonat mit Netanjahu geführt hatte, hatte zum Ausdruck gebracht, dass Israel beim Schutz von Zivilisten in Gaza sensibler sein müsse. Netanjahu hingegen hatte auf die Frage nach dem Status des Gebiets nach Abschluss der Besatzungsoperationen in Gaza hingewiesen und erklärt, dass es in dieser Angelegenheit Meinungsverschiedenheiten mit der US-Regierung gebe.
Netanjahu will dauerhafte Besatzung
Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu verteidigte nach seinem Gespräch mit US-Präsident Joe Biden entgegen der Ansicht der Regierung in Washington weiterhin die Auffassung einer dauerhaften Besatzung in Gaza. In einer schriftlichen Erklärung des Pressebüros des israelischen Premierministers unter Bezugnahme auf die 1993 und 1995 zwischen Palästina und Israel unterzeichneten Oslo-Abkommen äußerte Netanjahu: "Ich möchte meine Position klarstellen; ich werde nicht zulassen, dass Israel den Fehler von Oslo wiederholt."
Die Oslo-Abkommen hatten zur Folge, dass Israel im Gegenzug für das Abkommen seine Besatzung in Gaza beendete. Netanjahu ging auf die Frage ein, welchen Status das Gebiet nach Abschluss der Besatzungsoperationen in Gaza haben werde, und erklärte, dass es in dieser Frage Meinungsverschiedenheiten mit der US-Regierung gebe. Der israelische Premierminister fügte hinzu: "Ich hoffe, dass wir auch in dieser Frage eine Einigung erzielen werden."