Bidens Forderung an Netanjahu bezüglich Gaza

US-Präsident Joe Biden hat mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu telefoniert. Während des Gesprächs forderte Joe Biden eine Erhöhung der Hilfslieferungen zum Schutz der Zivilbevölkerung in Gaza.

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In einer Erklärung des Weißen Hauses wurde mitgeteilt, dass Biden ein Telefonat mit Netanjahu geführt habe.

"MUSS IM RAHMEN DES RECHTS ERFOLGEN"

In der Erklärung hieß es, Biden habe während des Gesprächs unterstrichen, dass "Israel jedes Recht und jede Verantwortung habe, seine Bürger vor Terror zu schützen, und dass dies im Rahmen des internationalen humanitären Völkerrechts geschehen müsse".

In der Erklärung, in der es weiter hieß, dass Biden "betonte, dass der humanitäre Hilfsfluss zur Deckung der Bedürfnisse der Zivilbevölkerung in Gaza sofort und erheblich gesteigert werden müsse", wurde zudem mitgeteilt, dass beide Staatschefs vereinbart hätten, weiterhin regelmäßige Konsultationen zu führen.

DER AKTUELLE STAND DER ISRAELISCHEN ANGRIFFE AUF GAZA

Die Kassam-Brigaden, der bewaffnete Flügel der Hamas, starteten am Morgen des 7. Oktober einen umfassenden Angriff auf Israel.

Die israelische Armee begann daraufhin mit intensiven Luftangriffen auf den Gazastreifen.

Israelische Behörden gaben bekannt, dass bei den Angriffen aus Gaza 1400 Israelis, darunter 311 Soldaten, getötet und 5132 Personen verletzt wurden.

Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums in Gaza stieg die Zahl der bei israelischen Angriffen getöteten Menschen auf 8005, darunter 3342 Kinder und 2262 Frauen; 20 242 Personen wurden verletzt.

Im besetzten Westjordanland wurden bei Angriffen israelischer Streitkräfte und jüdischer Siedler 116 Palästinenser getötet und mehr als 1900 Palästinenser verletzt.

Bei israelischen Bombardierungen kamen in Gaza 34 Journalisten und im Libanon ein Journalist ums Leben.

Aufgrund der intensiven Angriffe Israels auf den blockierten Gazastreifen sind die Festnetz-, Mobilfunk- und Internetkommunikationsdienste in der Region nahezu vollständig zum Erliegen gekommen.

Die israelische Armee begann am 26. Oktober damit, ihre begrenzten Bodenoperationen auszuweiten und die Intensität der Luftangriffe weiter zu erhöhen.

Das Schifa-Krankenhaus, die größte medizinische Einrichtung in Gaza, in der sich Tausende Verletzte und Zivilisten aufhalten, wurde ebenfalls von der israelischen Armee ins Visier genommen.