Boykott gegen 'hohe Preise und Teuerung' in Kroatien

In Kroatien haben Bürger aus Protest gegen hohe Preise und die Teuerung Geschäfte, Supermarktketten und Tankstellen boykottiert.

İHA

In Kroatien haben Preissteigerungen und Inflation landesweit für Unmut gesorgt. Die Bürger boykottierten den ganzen Tag über, beginnend in den Morgenstunden, Geschäfte, Supermarktketten und Tankstellen.

Die Bürger, die sich unter der Führung einer Nichtregierungsorganisation über soziale Medien organisierten, erhielten Unterstützung von Verbraucherschutzverbänden und politischen Parteien. Aufgrund des ersten organisierten allgemeinen Verbraucherboykotts in der Geschichte des Landes blieben Supermärkte und Geschäfte leer.

In einer Nachricht, die in der Facebook-Gruppe "Halo, Inspektore", in der der Boykott organisiert wurde, veröffentlicht wurde, hieß es: "In den letzten zwei Jahren war kein EU-Land mit einem solchen Preisanstieg konfrontiert, insbesondere bei den Lebensmittelpreisen.

Darüber hinaus hören die Anstiege nicht auf und neue Preiserhöhungen werden angekündigt. Diese Preissteigerungen sind für Zehntausende unserer Bürger mittlerweile unerträglich geworden", hieß es.

In der Erklärung, in der festgehalten wurde, dass das Ziel darin bestehe, den übermäßigen Preisanstieg zu verhindern, wurde zum Ausdruck gebracht: "Wir sind uns bewusst, dass der Markt ein komplexer Mechanismus ist und die Preise nicht über Nacht durch einen einzigen Boykott fallen werden, aber dieser übermäßige Anstieg kann und muss gestoppt werden."

SIE FORDERTEN EINE SENKUNG DER MEHRWERTSTEUER

Bürger, die den Boykott in den sozialen Medien unterstützten, wiesen in ihren Beiträgen darauf hin, dass einige Supermarktketten am Tag des Boykotts die Preise gesenkt hätten. Einige Bürger forderten, den Boykott statt nur für einen Tag langfristiger umzusetzen. Gewerkschaften und Verbände forderten konkrete Maßnahmen zum Schutz der Verbraucher in Kroatien, dem Land mit der höchsten Inflation in der Eurozone, wie etwa eine Senkung der Mehrwertsteuer und Anreize für lokale Erzeuger.