Brasiliens Präsident Lula da Silva an Trump: Wir wollen keinen Imperator

Der brasilianische Präsident Luiz Inacio Lula da Silva äußerte sich auf einer Pressekonferenz nach dem 17. BRICS-Gipfel zu den Zollandrohungen des US-Präsidenten Donald Trump: "Die Welt hat sich verändert. Wir wollen keinen Imperator."

İHA

Der 17. BRICS-Gipfel, der in der brasilianischen Stadt Rio de Janeiro stattfand, ist zu Ende gegangen. Der gastgebende brasilianische Präsident Luiz Inacio Lula da Silva hielt nach dem Gipfel eine Pressekonferenz ab. Lula da Silva wies den Vorwurf des US-Präsidenten Donald Trump zurück, der BRICS-Block sei "anti-amerikanisch", und sagte: "Dies ist eine Gemeinschaft von Ländern, die nach Wegen suchen, die Welt wirtschaftlich anders zu organisieren. Ich denke, deshalb stören sich manche Leute an BRICS."

In Bezug auf Trumps Zollandrohungen gegen die BRICS-Staaten erklärte der brasilianische Präsident Lula da Silva: "Die Welt hat sich verändert. Wir wollen keinen Imperator."

Luiz Inacio Lula da Silva bekräftigte seine Ansicht, dass der globale Handel nicht allein vom US-Dollar abhängig sein sollte: "Die Welt muss einen Weg finden, bei dem unsere Handelsbeziehungen nicht ausschließlich über den Dollar laufen müssen. Natürlich müssen wir die Verantwortung übernehmen, dies vorsichtig zu tun. Unsere Zentralbanken sollten dieses Thema mit den Zentralbanken anderer Länder diskutieren", sagte er.

ZOLLGEBÜHREN WERDEN UM 10 PROZENT ERHÖHT

US-Präsident Trump hatte sich gestern zu den Ländern geäußert, die im Rahmen des 17. BRICS-Gipfels zusammenkamen, und erklärt: "Die Zölle für Länder, die sich mit der anti-amerikanischen Politik von BRICS identifizieren, werden um 10 Prozent erhöht. Es wird bei dieser Politik keine Ausnahmen geben."