Brasiliens Präsident Silva: Maduro sollte im eigenen Land vor Gericht gestellt werden

Der brasilianische Präsident Luiz Inacio Lula da Silva äußerte sich zum Gerichtsverfahren gegen den venezolanischen Präsidenten Maduro, dem in den USA Drogenhandel und illegaler Waffenbesitz vorgeworfen werden: „Wenn Maduro vor Gericht gestellt werden muss, dann sollte dies in seinem eigenen Land geschehen und nicht in einem anderen.“

İHA

Der brasilianische Präsident Luiz Inacio Lula da Silva, der sich zur Teilnahme am KI-Gipfel 2026 in Indien aufhält, äußerte sich zum Gerichtsverfahren gegen den venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro, der im Januar von den USA außer Landes gebracht wurde. In einer Stellungnahme gegenüber der indischen Presse bezog sich der brasilianische Staatschef auf Maduros Prozess in New York und erklärte: „Was jetzt wichtig ist, ist die Wiederherstellung der Demokratie in Venezuela. Wenn Maduro vor Gericht gestellt werden muss, dann sollte dies in seinem eigenen Land geschehen und nicht in einem anderen.“

Silva fügte hinzu, dass Brasilien nicht akzeptieren könne, dass das Staatsoberhaupt eines Landes von einem anderen Land festgehalten werde.

Der brasilianische Staatschef äußerte sich zudem dahingehend, dass auch brasilianische Staatsbürger, die in den USA leben und gegen die verschiedene Vorwürfe erhoben werden, in ihrem Heimatland vor Gericht gestellt werden sollten. Silva kündigte an, diesbezüglich ein schriftliches Angebot an US-Präsident Donald Trump in Erwägung zu ziehen.

Silva merkte zudem an, dass er sich im nächsten Monat mit Trump in der US-Hauptstadt Washington treffen könnte, um mit dem US-Präsidenten Themen wie organisiertes Verbrechen, Drogenhandel und Seltene Erden zu erörtern.

Operation gegen Venezuela

US-Präsident Donald Trump hatte am 3. Januar bekannt gegeben, dass eine militärische Operation in der venezolanischen Hauptstadt Caracas durchgeführt wurde. Infolge der Operation wurden der venezolanische Präsident Nicolas Maduro und seine Ehefrau in die USA gebracht. Maduro und seine Frau wurden am 5. Januar wegen Drogenhandels und illegalen Waffenbesitzes vor dem Bundesgericht für den südlichen Bezirk von New York angeklagt. Maduro plädierte auf nicht schuldig.